<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-6287268359182358045</id><updated>2011-10-10T14:06:01.567Z</updated><title type='text'>Braintickets</title><subtitle type='html'>Auf diesem literarischen Blog werden in lockerer Folge Kurzgeschichten über Tod und Teufel, rätselhafte Begebenheiten, Zukunftsvisionen und alltägliches  veröffentlicht.
Ihr lest, warum das Gehirn von Herrn L. ohne Körper auf einer Maschine lebt, Frau Hannah mit ihrem Notebook in der Badewanne Selbstmord begeht, ein alter Mann seine gebrechliche Frau mit einem Kissen erstickt und vieles andere mehr.
Passende, eigene Fotos ergänzen die Geschichten.</subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://elke-kemna.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6287268359182358045/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://elke-kemna.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>Elke K.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02199960348407173382</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='26' height='32' src='http://bp0.blogger.com/_1kMSa_oA2C8/R4DEpdCtlwI/AAAAAAAAAnI/fM0eHNhIJPs/S220/ElkeAvatar.jpg'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>18</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6287268359182358045.post-572603764234785862</id><published>2008-06-15T16:41:00.004Z</published><updated>2008-06-16T04:03:55.724Z</updated><title type='text'>Schlemihls Enkel</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp3.blogger.com/_1kMSa_oA2C8/SFVG9s4eyuI/AAAAAAAADJg/sfl06jQaIFs/s1600-h/F1000015.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://bp3.blogger.com/_1kMSa_oA2C8/SFVG9s4eyuI/AAAAAAAADJg/sfl06jQaIFs/s320/F1000015.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5212150169585240802" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Von Weitem sah ich den Postzusteller vor meinem Haus stehen. Suchend schaute er sich um und trat dabei frierend von einem Bein aufs andere. Dann entdeckte er mich.&lt;br /&gt;„Hach, Herr Krambach!“, rief er zu mir herüber, „Schön, dass ich Sie noch erwische. Ich habe ein Einschreiben für Sie!“&lt;br /&gt;Er übergab mir einen braunen dicken Din A 4 - Umschlag und ließ mich auf seinem elektronischen Handheld quittieren.&lt;br /&gt;„Danke sehr und ein schönes Wochenende!“&lt;br /&gt;"Ihnen auch, Herr Krambach! Alles Gute. Vielleicht klappt’s ja bald mit einem Job!“&lt;br /&gt;Der Zusteller war schon einige Jahre in unserem Viertel und mit meiner Arbeitslosigkeit und dem folgenden sozialen Abstieg bestens vertraut. Oft brachte er stapelweise Absagen meiner Bewerbungen. Er wusste, warum die Türklingel nicht mehr funktionierte und kannte den Grund, weshalb ich jetzt im Frühling meist tief vermummt auf sein Klopfen öffnete. Die Stadtwerke hatten vor einiger Zeit Strom und Gas abgestellt und es war nur eine Frage von Wochen, wann der Räumungsklage meines Vermieters stattgegeben wurde.&lt;br /&gt;Ich schloss die Haustür auf und ging über den dunklen Flur direkt in die kleine Küche. Wenigstens hier war es hell und gemütlich, trotz der Kälte. Im Herbst hatte ich einige Zwergnarzissen- und Wildtulpenzwiebeln aus dem Vorgarten ausgegraben und in einem Blumenkasten innen vor das Küchenfenster gestellt. Gelb und rot mit sattgrünen Blättern leuchteten sie im Schein der Mittagssonne.&lt;br /&gt;Ich setzte mich an den Küchentisch, las den Absender „Niedersächsisches Institut für angewandte medizinisch-technische Zell- und Organforschung e. V.“ und öffnete den Umschlag …&lt;br /&gt;Natürlich! Wieder einmal bekam ich einen Ordner mit Bewerbungsunterlagen zurück.&lt;br /&gt;Ziemlich schnell sogar. Erst letzte Woche hatte ich mich auf eine ganzseitige Stellenanzeige in unserer hiesigen Tageszeitung als einer der gesuchten Labor-Assistenten beworben.&lt;br /&gt;Das Anschreiben allerdings klang vielversprechend, besonders die letzten Zeilen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„ … teilen wir Ihnen mit Bedauern mit, dass alle Stellen bereits vergeben wurden.&lt;br /&gt;Sollten Sie jedoch Interesse an der Mitwirkung eines aufwendigen Experimentes haben, melden Sie sich bitte am kommenden Freitag, den 16. März 2007 um fünfzehn Uhr beim Pförtner. Bei Eignung wird die Teilnahme mit einer Aufwandsentschädigung von sechzehntausend Euro dotiert …“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine Hände zitterten vor Aufregung. So viel Geld? Was konnten das für Versuche sein?&lt;br /&gt;In Anbetracht meiner prekären Lage würde ich sogar eine Niere für diesen hohen Betrag opfern!&lt;br /&gt;Oh, verflucht! Heute war der benannte Freitag. Ich hatte kaum Zeit mich umzuziehen. Schwarz fahren würde ich auch müssen, mit dem Fahrrad würde ich es kaum rechtzeitig zum vorgegebenen Termin quer durch die Stadt schaffen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die riesige Uhr neben der Pförtnerloge zeigte fünfzehn Uhr zwölf. Im Eingangsportal drängelten sich mindestens zwanzig Menschen verschiedenen Alters. Drei Männer in weißen Kitteln verteilten Fragebögen und Stifte. Einer der Herren kam auf mich zu. Ich zeigte ihm das Anschreiben. Er nickte und lächelte mich an.&lt;br /&gt;„Schön, dass Sie gekommen sind, Herr Krambach. Mein Name ist Werner, Heinz Werner. Ich bin der Leiter der Labor-Abteilung. Bei Ihnen können wir uns die Profilerstellung sparen. Wir hatten ja bereits das Vergnügen ihre Unterlagen zu studieren. Bitte kommen Sie mit“&lt;br /&gt;Der Weißkittel, ein kahlköpfiger untersetzter Mann um die Fünfzig, führte mich durch gleißend hell erleuchtete Gänge kreuz und quer durch das Institut. Leise surrte eine Klimaanlage. Ab und zu begegneten wir anderen, allerdings grün bekittelte Personen, die auf eisernen Rollwagen verschiedene Geräte mit Schläuchen, Kabeln und Monitoren schoben.&lt;br /&gt;Schließlich bat er mich in einen Konferenzraum. Erwartungsvoll wurden wir von einer Gruppe älterer Männer, ebenfalls weiß gekleidet, begrüßt.&lt;br /&gt;Herr Werner wies mir einen Platz am Kopfende des Tisches zu und begann, mich den anderen anhand meiner kopierten Bewerbungsunterlagen vorzustellen.&lt;br /&gt;Er schloss mit der Bemerkung: „Nun, meine Herren, ich denke, der Proband erfüllt alle physischen und psychischen Merkmale, um an unserem Experiment teilzunehmen. Wenn Sie einverstanden sind, werde ich Herrn Krambach in groben Zügen das weitere Vorgehen anhand einer virtuellen Animation erklären lassen.“&lt;br /&gt;Stummes, einhelliges Nicken antworte ihm.&lt;br /&gt;Werner nahm die vor ihm liegende Fernbedienung auf und drückte nacheinander ein paar Tasten. Lautlos schlossen sich die Jalousien, gleichzeitig ertönte leise, betörende Musik und eine große Leinwand am Ende des Raumes zeigte ein Getreidefeld mit Mohn und Kornblumen unter leuchtend blauem Himmel. Dann wechselte der Film zu einer unter Glas liegenden Einkaufspassage, in der viele  Personen auf und ab gingen. Wieder änderte sich die Szene. Man sah einen  Menschen von hinten – irgendwie war er mir ähnlich! – die Treppe zu einem mehrgeschossigen Haus hinaufgehen. Er öffnete die Tür, stieg in den Fahrstuhl und nach ein paar Filmsekunden wieder aus. Der Mann klingelte an einer Wohnungstür und wurde von einer wunderschönen Frau empfangen. Nach einer Überblendung sah man ihn kurz darauf  inmitten einer Stehparty mit Musik, Getränken und vieler durcheinanderredenden Menschen. Ein Pärchen saß eng umschlungen in einer Ecke und küsste sich leidenschaftlich. Der Mann drehte sich um.&lt;br /&gt;Das war ja ich! Der Mann lächelte uns zu und hob sein Sektglas.&lt;br /&gt;Dann wurde die Leinwand dunkel und lautlos hoben sich die Jalousien wieder.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Herr Werner begann über das Experiment zu referieren. Eigentlich verstand ich kaum, was er in einer Mischung aus computertechnischen und medizinischen Ausdrücken erzählte. Nur soviel: Ich sollte, wenn ich einwilligte, einer der Probanden sein, um eine aufwendige Untersuchung über virtuelles Leben zu erforschen. Gleichzeitig müsste ich einwilligen, meinen Körper für die Dauer der Experimente dem Institut zur Verfügung zu stellen. Außerdem sollte ich sofort abkömmlich sein. Für alles Weitere würde gesorgt, sodass ich weder Wäsche noch sonstige Utensilien von zu Hause bräuchte. Dafür würde ich bei Beginn des Versuches die sechzehntausend Euro bekommen. Selbst wenn ich die Studie abbrach, sollte mir das Geld gehören.&lt;br /&gt;Ich gebe zu, dass ich im weiteren Verlauf nicht mehr zugehört habe. Zu sehr beschäftigte mich das unbändige Glücksgefühl, mit einem Schlag aus all dem finanziellen Schlamassel rauszukommen. Mietschulden, Hunger und Kälte sollten ein Ende haben. Zudem blieb noch genug Geld übrig, um sparsam ein Jahr über die Runden zu kommen. Wenn das kein Glücksfall war!&lt;br /&gt;Einer der Herren legte mir eine schriftliche Einverständniserklärung vor. Mit seinem wunderschönen schwarzgoldenen Parker-Füller unterschrieb ich ohne zu lesen. Was interessierte mich das Kleingedruckte! Das Geld gehörte auf jeden Fall mir! So stand es groß und deutlich direkt unter dem Unterschriftenfeld.&lt;br /&gt;Nun unterzeichnete auch Herr Werner, wedelte das Schriftstück zum Trocknen der Tinten hin und her und verwarte es sorgfältig in einer Klarsichtmappe.&lt;br /&gt;„Herr Krambach, wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Ihnen! Sie werden nun von einer unserer Assistentinnen zur physischen Voruntersuchung gebracht.“&lt;br /&gt;Herr Werner reichte mir lächelnd die Hand und drückte dann wieder auf die Fernbedienung.&lt;br /&gt;Eine grün gekleidete Frau führte mich schweigend aus dem Raum, wie vordem durch endlose Gänge, über hell erleuchtete Flure. Immer wieder öffnete sie mit Fingersensoren gesicherte Türen durch Drücken ihres Daumens. Dann fuhren wir mit einem Fahrstuhl, der erst durch Tippen eines langen Codes in Gang gesetzt wurde, ins Untergeschoss.&lt;br /&gt;Dort begrüßten mich zwei Herren, die sich als Ärzte vorstellten. Ich musste mich unter ihren prüfenden Blicken völlig ausziehen und auf eine geheizte Pritsche legen.&lt;br /&gt;„Herr Krambach, wir werden Sie jetzt in einen Tiefschlaf versetzen. Keine Angst. Sie werden nichts spüren. Selbst die Narkoseinjektion ist absolut schmerzlos. Wenn Sie wieder erwachen, beginnt die Studie. Wie es weitergeht, erklären wir Ihnen dann.“&lt;br /&gt;Nun wurde mir doch sehr mulmig zumute. Eine Narkose? Tiefschlaf? Was um Himmels willen hatten die mit mir vor? Nun, ich kann ja jederzeit abbrechen und das Geld auf jeden Fall mit nach Hause nehmen, beruhigte ich mich wieder.&lt;br /&gt;Den Einstich merkte ich wirklich kaum …&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Aufwachen! Herr Krambach! Aufwachen! Öffnen Sie die Augen!“&lt;br /&gt;In meinem Kopf surrte und puckerte es. Ich war wach. Glockenwach! Gerade hatte ich die Narkosespritze bekommen und schon wieder munter? Wurde das Experiment abgebrochen?&lt;br /&gt;„Da sind Sie ja wieder! Kommen Sie erst einmal in Ruhe zu sich. Ich schaue später nach Ihnen und beantworte Ihre Fragen!“&lt;br /&gt;Die grün bekittelte Frau von vorhin verschwand aus meinem Blickfeld.&lt;br /&gt;Direkt vor mir, etwas erhöht flimmerte es auf einem großen LCD: wieder das im Wind wabernde Kornfeld. „Wie das dort wohl im Frühling aussieht?“, fuhr es mir durch den Kopf.&lt;br /&gt;Das Bild wechselte blitzschnell. Kleine grüne Getreidebüschel waren nun zu sehen. Dazwischen weiße Flecken. Tauender Schnee! Es donnerte und schwarze Wolken zogen auf. Dann prasselte ein Hagelschauer nieder.&lt;br /&gt;Mich fröstelte. „Nee, lieber Sommer und Eisdiele. Wie gern wäre ich jetzt dort, um Milchkaffee zu trinken!“, dachte ich.&lt;br /&gt;Sofort wechselte der Film abrupt: Geschirrklappern, Stimmengewirr. Ein dunkelhäutiger bezopfter Mann schwenkte akrobatisch ein riesiges Tablett mit gefüllten Eisbechern zwischen Tischen hindurch. Dann blieb er stehen und stellte mit stummem Nicken ein Glas Milchkaffee vor einen Gast. Der blickte auf …&lt;br /&gt;Das war ja ich! Mein Gott!&lt;br /&gt;Neben mir piepte ein Monitor hektisch. Grüne wellenartige Linien zuckten. Schläuche, Kabel und ein durchsichtiger, rot gefüllter Plastikbeutel mit einer langen Röhre, die zu mir führte, pumpte sich rhythmisch auf, zog sich wieder zusammen, pumpte sich auf, zog sich zusammen …&lt;br /&gt;Was machen die mit mir? War dies das geheimnisvolle Experiment? Meine Gedanken in Filme umzusetzen? Mit mir als virtuellen Protagonisten? Und was war das hier für ein abgedunkelter, merkwürdiger Raum?&lt;br /&gt;Ich war unfähig, mich zu bewegen. Noch nicht einmal meinen Kopf konnte ich drehen. Nur mit den Augen, die sich langsam an das Dunkel gewöhnten, konnte ich die Umgebung abtasten.&lt;br /&gt;Überall flackerten irgendwelche Filme auf unzähligen Bildschirmen. Davor standen auf Rollwagen metallene, ca. halbmeter hohe Quader mit Hauben darauf, aus denen wirre Kabel führten. Neben jedem dieser Kästen blinkte ein Monitor mit ebensolchen Schläuchen. Wie bei mir.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Assistentin erschien neben mir aus dem Nichts. Sie drückte irgendwelche Tasten. Das Geräusch verstummte. Dann schaltete sie die Deckenbeleuchtung ein. Die Hauben auf den Metallbehältern wackelten leicht. Viele der LCDs erloschen.&lt;br /&gt;Emsig machte sich die Frau gegenüber an einer der Hauben zu schaffen. Sie zog Drähte und Schläuche heraus und wechselte einen rot gefüllten Beutel gegen einen anderen. Dann entfernte sie vorsichtig die Plastikkappe.&lt;br /&gt;Zum Vorschein kam ein kahl rasierter Schädel mit riesigen, abstehenden Ohren. Der kurze dicke Hals steckte, fest mit der Metallkiste verbunden, in einer gummiartigen Manschette. Nun säuberte sie mit einem Tupfer den Kopfbereich, zog die Kappe wieder über und befestigte sämtliche Zuführungsleitungen aufs Neue.&lt;br /&gt;Entsetzt schaute ich ihrem Tun zu. Als hätte sie meine Blicke gespürt, wandte sie sich um und nickte mir mit beruhigendem Lächeln zu.&lt;br /&gt;„Gleich bin ich bei Ihnen, Herr Krambach. Einen Moment noch!“&lt;br /&gt;Sie drückte einige Tasten, das grüne Flackern am Kontrollmonitor setzte wieder ein. Nun kam sie auf mich zu.&lt;br /&gt;„Wir wollen nicht so aufgeregt sein, lieber Herr Krambach. Schließlich sind wir doch noch gar nicht aufgeklärt worden. Ich werde Ihnen jetzt erst einmal unser Experiment erklären. Das wird uns beruhigen. Wie Sie ja selbst aus den Medien wissen, befindet sich unser Planet durch Klimawandel und daraus folgenden Katastrophen vor dem Kollaps. Wir müssen schnellstmöglich für alle Menschen eine vernünftige Lösung finden, ohne dass jemand auf seinen gewohnten Luxus verzichten braucht. Die Wissenschaftler unseres Institutes entwickeln Konzepte, die virtuelles, komfortables Leben unter Schonung sämtlicher Resourcen ermöglichen.&lt;br /&gt;Sie, Herr Krambach, brauchen Ihren Körper nicht mehr! Kraft Ihrer Gedanken und ihren Vorstellungen können Sie das Leben führen, das Sie sich erträumen. Jeder Ihrer Wünsche wird so, wie Sie ihn denken, erfüllt. Sie treffen auf virtuellen Plattformen andere Menschen, kommunizieren mit ihnen und haben jederzeit die Möglichkeit, Ihre Persönlichkeit und Ihren gesellschaftlichen Status zu ändern. Nach einer Weile werden Sie lernen, gedanklich und gefühlsmäßig ein neues, wunderbar unabhängiges Leben aufzubauen. Weder Kummer noch Not werden maßgeblich sein. Sie brauchen nie wieder essen, werden keine körperlichen Beschwerden haben und sind bis zu Ihrem realen Tod – jedes Gehirn stirbt schließlich einmal – glücklich und zufrieden. Das Institut stellt Ihnen hierfür ein Startgeld zur Verfügung. Virtuell selbstverständlich. Denken Sie sich in einen Shop, kaufen Sie sich zu allererst was Schönes. Und dann richten Sie sich eine Wohnung ein und laden Freunde zur Einweihungsparty. Oder spekulieren Sie an der Börse. Natürlich können Sie ihr Geld auch zinsbringend bei einer Online-Bank anlegen. Und denken Sie daran: In der virtuellen Welt ist alles billiger, als im wahren Leben.&lt;br /&gt;Sie werden sehen, es ist ganz einfach …!“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nein! Nein und nochmals nein! Ich wollte das Experiment sofort abbrechen!&lt;br /&gt;War ich etwa auch so ein Glatzkopf auf einem Metallkasten?Auf meinem Bildschirm erschien ein metallener Quader. Obendrauf ein Kopf unter einer durchsichtigen Plastikhaube mit Drähten und Schläuchen. Das Bild zoomte näher. Ich sah ein entsetztes Gesicht - mein Gesicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Es tut mir leid, Herr Krambach. Wir können Sie nicht aus dem Versuch herausnehmen. Jedenfalls jetzt noch nicht. Während Ihres künstlichen Komas sind einige Aggregate zur Konservierung der eingelagerten Körper ausgefallen. Vielleicht finden wir im Laufe der Zeit einen neuen, geeigneten Probanden, der für immer im virtuellen Leben bleiben möchte. Dann erhalten Sie selbstverständlich seinen Leib. Ich werde mit Professor Werner sprechen, Sie kennen ihn ja bereits.&lt;br /&gt;Aber nun muss ich weiter. Im Nebenraum warten noch einige Kinder, die von ihren Eltern für das Experiment abgegeben wurden. Schließlich gibt es nur hier eine kindgerechte, freundliche Welt, in der sich die Kleinen richtig wohlfühlen können.&lt;br /&gt;Auf Wiedersehen, Herr Krambach. Ich schaue morgen wieder nach Ihnen!“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(  © Elke Kemna, 16. 3. 2007  )&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;... entstanden nach Lesen eines Spiegel-Artikels über "Seccond Life"&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6287268359182358045-572603764234785862?l=elke-kemna.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://elke-kemna.blogspot.com/feeds/572603764234785862/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6287268359182358045&amp;postID=572603764234785862' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6287268359182358045/posts/default/572603764234785862'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6287268359182358045/posts/default/572603764234785862'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://elke-kemna.blogspot.com/2008/06/schlehmils-enkel.html' title='Schlemihls Enkel'/><author><name>Elke K.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02199960348407173382</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='26' height='32' src='http://bp0.blogger.com/_1kMSa_oA2C8/R4DEpdCtlwI/AAAAAAAAAnI/fM0eHNhIJPs/S220/ElkeAvatar.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://bp3.blogger.com/_1kMSa_oA2C8/SFVG9s4eyuI/AAAAAAAADJg/sfl06jQaIFs/s72-c/F1000015.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6287268359182358045.post-8024487153879641268</id><published>2008-05-19T05:12:00.003Z</published><updated>2008-05-19T05:19:34.295Z</updated><title type='text'>Hartz - IV  -  Hamster</title><content type='html'>Zitat:&lt;br /&gt;"Nachdem Wirtschaftsminister Glos jüngster Vorschlag, die Zwangsarbeit wieder einzuführen, auf große Zustimmung stieß, stellten heute Glos und sein innig verbundener Kollege aus dem Umweltressort Sigmar Gabriel ein bahnbrechendes Konzept vor, mit dem die Regierung einerseits den Endsieg über die Arbeitslosigkeit besiegeln will, um Deutschland immerwährende Vollbeschäftigung zu bringen, und gleichzeitig Deutschlands Energiepolitik nachhaltig revolutionieren wird."  Zitat Ende&lt;br /&gt;Quelle "Spiegelfechter" -  Blog / Den kompletten Artikel lest Ihr dort ...&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.spiegelfechter.com/wordpress/347/hartz-iv-hamster" target="_blank"&gt;http://www.spiegelfechter.com/wordpress/347/hartz-iv-hamster&lt;br /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weiterführendes zum Thema und eine Zusammenfassung  "Glos' Vorschlag zur Bürgerarbeit"&lt;br /&gt;http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,553101,00.html&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="text-decoration: underline;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Stellt Euch nur mal vor ...&lt;br /&gt;Zitat spiegel-online: &lt;b&gt;"Das Bürgerarbeit-Konzept sieht eine Arbeitspflicht von 39 Wochenstunden vor."&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;... Aha, da soll dann also z. B. der Langzeitarbeitslose Elektronik-Facharbeiter 39 Std Müll aufsammeln, im Altenheim Satt-und-Sauber Tätigkeiten übernehmen - oder andere "gemein"-nützliche Arbeiten leisten?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich will jetzt nicht polemisch platt werden ... aber was könnte das bedeuten?&lt;br /&gt;Da sollte die ARGE, oder die dafür zuständige Organisation besser eine Zeitarbeitsfirma gründen, die Hartz-IV-ler dann an Firmen "verleihen", dafür Geld einfordern und mit dem gezahlten Hartz-IV-Unterhalt verrechnen.&lt;br /&gt;Nun, dann können endlich weiter Schulden abgebaut, die volle Pendlerpauschale und andere steuerliche Vergünstigungen der real arbeitenden Bevölkerung zu Gute kommen ... für irgend was müssen die Arbeitslosen doch nützlich sein!&lt;br /&gt;Nicht immer nur FÖRDERN ... auch mal FORDERN!&lt;br /&gt;Und Herr Gabriel würde endlich Fortschritte in seiner Umweltpolemik ... ähem Politik aufweisen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Allerdings ... die Soylent Green-Überlegungen  gefallen mir nicht wirklich ... ich bin doch Vegetarier!!!&lt;br /&gt;Und das ginge dann zu Lasten aller:  Die Stromkonzerne müssten weitere Preiserhöhungen durchsetzen ... schließlich geht ihnen eine Menge Umsatz verloren, wenn die vielen jetzt Arbeitslosen dann nicht mehr vor Glotze und PC hängen. Aber die Öko-Bilanz wäre fantastisch!&lt;br /&gt;Mann, Ihr Herren Glos und Gabriel, das sind ja Aussichten!&lt;br /&gt;Da lohnt es tatsächlich, wieder mehr Kinder in die Welt zu setzen!!! - Die würden ja gar nicht mehr "arbeitslos" ...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was meint Ihr dazu? Kann man  "ernsthaft" über diesen Glos-Vorschlag diskutieren?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gruß&lt;br /&gt;und eine schöne Arbeits- oder Fernsehwoche ... wo immer Ihr seid&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;wünscht Euch&lt;br /&gt;Elke&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6287268359182358045-8024487153879641268?l=elke-kemna.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://elke-kemna.blogspot.com/feeds/8024487153879641268/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6287268359182358045&amp;postID=8024487153879641268' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6287268359182358045/posts/default/8024487153879641268'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6287268359182358045/posts/default/8024487153879641268'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://elke-kemna.blogspot.com/2008/05/hartz-iv-hamster.html' title='Hartz - IV  -  Hamster'/><author><name>Elke K.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02199960348407173382</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='26' height='32' src='http://bp0.blogger.com/_1kMSa_oA2C8/R4DEpdCtlwI/AAAAAAAAAnI/fM0eHNhIJPs/S220/ElkeAvatar.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6287268359182358045.post-9092901872125935634</id><published>2008-05-02T18:07:00.002Z</published><updated>2008-05-02T18:15:25.835Z</updated><title type='text'>Insel der verlorenen Seelen</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp3.blogger.com/_1kMSa_oA2C8/SBtZ8SCxM3I/AAAAAAAAC2A/Dc6x7cYOvnM/s1600-h/Insel+der+Verlorenen.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://bp3.blogger.com/_1kMSa_oA2C8/SBtZ8SCxM3I/AAAAAAAAC2A/Dc6x7cYOvnM/s320/Insel+der+Verlorenen.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5195845487272473458" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;                                             (c) Elke Kemna&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tag 1&lt;br /&gt;Heute beginne ich mit den Aufzeichnungen.&lt;br /&gt;Die Flut hat eine der vielen Kisten an Land gebracht.&lt;br /&gt;Welcher Schatz! In einer Kupferschatulle befanden sich Schreibzeug, in Öltuch eingewickeltes Papier und das Bordbuch. Der letzte Eintrag vom Kapitän war vom 13. April 1894.&lt;br /&gt;Wie viel Zeit mochte vergangen sein? Vielleicht zwei Wochen, vielleicht mehr? Ich weiß es nicht.&lt;br /&gt;Niemand hat den Sturm überlebt. Sie sind alle von Bord gespült worden oder festgebunden an den Masten, elendig ersoffen, als das Schiff kieloben am Korallenriff strandete. Nur der Hund hatte mit mir schwimmend das rettende Eiland erreicht.&lt;br /&gt;Smurre! Mein treuer Begleiter.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tag 2&lt;br /&gt;Ich bin mehrmals zum Wrack geschwommen. Es droht auseinander zu brechen. Als ich zur Kombüse hinab tauchte, entdeckte ich den Smutje. Festgezurrt schaukelte seine Leiche sanft, als würde er sich immer noch zum Gesang der Matrosen wiegen. Armer Kerl.&lt;br /&gt;Ich nahm nur ein Messer und den kupfernen Kessel mit. Luftnot trieb mich wieder nach oben.&lt;br /&gt;Das Schiff schrie und stöhnte in den wütenden Wellen. Noch ein paar Mal tauchte ich zu den Kojen im Vorderdeck hinab, holte allerlei Nützliches und schwamm mehrmals mit meinen Schätzen zurück zur Insel und wieder zum Schiff.&lt;br /&gt;Es wird bald dunkel. Meine Wunden  brennen fürchterlich. Dieses verfluchte Salzwasser. Ich muss mir wohl ein paar Tage Pause gönnen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tag 3&lt;br /&gt;Smurre brachte mir heute Morgen einen toten Affen. Hechelnd stand der Hund vor mir. Wir wussten beide nichts mit dem Gesellen anzufangen. Also schmiss ich ihn ins Meer.&lt;br /&gt;Das Schiff ist weg! Es musste in der Nacht auseinander gebrochen und gesunken sein.&lt;br /&gt;Vorher hatte es noch Sören und den Smutje freigegeben. Sie trieben im seichten Wasser der Lagune. Ich habe sie abseits am Strand begraben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tag 6&lt;br /&gt;Mein Hunger nach Fleisch ist unbeschreiblich. Auf der Insel gibt es genug Früchte, um meinen Durst zu stillen. Aber sie machen immer mehr Appetit auf Gebratenes. Smurre bringt oft tote, graue Fellwesen mit riesigen blanken Augen. Sie haben buschige, schwarz-grau gestreifte Schwänze. Ob man sie essen kann? Der Hund jedenfalls scheint satt zu sein. Manchmal höre ich ihn von irgendwoher kläffen. Später dann streckt er sich hechelnd und glücklich zu meinen Füßen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tag 12&lt;br /&gt;Die letzten Tage war ich fiebrig und zu schwach zum Schreiben. Durchfall plagte mich und ich musste mich tagelang erbrechen.&lt;br /&gt;Der Regen hat endlich aufgehört. Seit Wochen sehe ich zum ersten Mal einen Sonnenuntergang. Morgen werde ich mit Smurre noch weiter ins Inselinnere vordringen. Es muss irgendwo eine Quelle geben, denn der Hund trinkt nie von dem aufgefangenen Regenwasser.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tag 14&lt;br /&gt;Gestern haben wir einen kleinen See gefunden. Ich badete zum ersten Mal seit Monaten. Herrlich. Smurre bellte aufgeregt am Rand. Ihm war das Wasser unheimlich. Dabei war es viel schöner als das Salzwasser, in dem er sonst tobte. Später entdeckte ich einen riesigen Baum, unter dem rote, glitschige Früchte mit pelziger Schale lagen. Vorsichtig probierte ich ein paar von ihnen. Das Fruchtfleisch schmeckte sauer vergoren. Aber es geht mir immer noch gut.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tag 209&lt;br /&gt;Viele meiner Aufzeichnungen sind zerstört. In der letzten Nacht herrschte ein fürchterliches Gewitter. Ein Blitz schlug in den Baum neben meiner Behausung ein. Ich konnte nur wenig retten, bevor meine mühsam gebaute Hütte nieder brannte. Leider sind viele Aufzeichnungen und das Bordbuch vernichtet worden. Hätte ich sie doch blos in die Schatulle eingeschlossen. Aber ich habe glühende Holzstücke geborgen und sitze jetzt hier an knisterndem Feuer. Morgen werden Smurre und ich Affen jagen gehen. Keine rohen, glitschigen Fische mehr. Endlich Fleisch!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tag 211&lt;br /&gt;Der Affe schmeckte widerlich. Auch der Hund mochte ihn nicht. Er jagt weiterhin Felltiere und verzehrt sie mit Genuss. Ich habe heute wieder in der Lagune Fische mit einem angespitzten Ast gefangen und gebraten. Köstlich. Sie schmecken um Vieles besser als das rohe, lauwarme Fischfleisch, von dem ich mich bisher ernährte. Ich spreche viel mit Smurre und singe ihm Lieder vor. Jetzt verstecke ich mein Geschriebenes abends immer, sicher in Ölpapier eingepackt, außerhalb der Hütte in einer Kupferschatulle.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tag 228&lt;br /&gt;Ich muss sparsamer mit dem Papier umgehen. Ich beschreibe schon die Rückseiten. Meine neue Hütte ist fast fertig. Abgebrochene Äste gibt es im Inselinneren genug. Dazwischen flechte ich riesige Blätter und belaubte Zweige. Ich habe einen Vorrat der roten Früchte angelegt. Wenn sie ein paar Tage in der Sonne liegen, wirkt ihr Genuss, fast wie mit Wasser verdünnter Rum. Manchmal werde ich aber auch unendlich traurig und einsam.&lt;br /&gt;Jeden Tag gehe ich zum Meer. Vielleicht fährt irgendwann ein Schiff vorbei? Ich schreibe jetzt nur noch, wenn etwas Wichtiges passiert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tag 321&lt;br /&gt;Heute habe ich die Insel umrundet und Smurre gesucht. Vorgestern Nacht hörte ich ihn irgendwo verschreckt jaulen und kläffen. Er ist bis jetzt nicht wieder gekommen.&lt;br /&gt;Ich bin verzweifelt. Mit wem soll ich mich jetzt unterhalten?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tag 329&lt;br /&gt;Smurre ist tot. Ich habe seinen verwesenden Körper gefunden. Riese Schmeißfliegen wiesen mir den Weg. Er lag, kaum zwanzig Meter von meiner Behausung entfernt, im Dickicht. Armer Smurre. Was war nur mit ihm geschehen? Ich begrub ihn dort, wo ich ihn fand. So bleibt er wenigstens in meiner Nähe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tag 337&lt;br /&gt;Ich werde langsam verrückt. Seit ein paar Tagen rede ich nicht nur mit mir, sondern antworte mir anscheinend auch, ohne dass ich merke, dass ich es bin. Eine meiner Stimmen scheint sich zu verändern. Heute Morgen fragte sie mich gebrochen Dänisch, ob ich Tee trinken wolle. Die Stimme nennt sich Sören. Ich schimpfte, dass es hier keinen Tee gäbe. Kurz darauf fand ich den Kupferkessel mit brodelndem Teichwasser, in dem grüne Teeblätter schwammen, auf dem Feuer. Wie mag der dorthin gekommen sein?&lt;br /&gt;Sören? Irgendwo her kenne ich den Namen. Ich habe es vergessen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tag 352&lt;br /&gt;Sören ist jetzt immer hier. Manchmal sehe ich ihn auch. Aber meist versteckt er sich hinter der Hütte. Ich weiß nicht, woher er kommt. Als ich ihn fragte, drohte er weg zu gehen und nie wieder zu kommen. Also schweige ich und finde es schön, abends am Feuer zu sitzen und mit ihm alte Kinderlieder zu singen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tag 360&lt;br /&gt;Vorhin sah ich einen dunklen Fleck weit draußen auf dem Meer. Er bewegte sich nicht und blieb konstant bis zum Einbruch der Dämmerung an derselben Stelle. Es muss ein Schiff sein. Wahrscheinlich liegt es dort vor Anker. Wenn es morgen noch da ist, werde ich hinüber schwimmen. Sollte ich ertrinken, wäre das immer noch besser, als hier zu sterben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tag 362&lt;br /&gt;Das Schiff am Horizont ist verschwunden. Ich habe schrecklich geweint als ich in der Bucht war. Sören hat mich getröstet und mir versprochen, jetzt immer sichtbar zu bleiben. Er ist so lieb. Morgen wollen wir gemeinsam im Meer schwimmen gehen. Ich habe Angst vor den hohen Wellen. Sturm zieht auf. Aber er lacht nur. Er wird mich schon retten, falls es gefährlich wird, meint er. Und er will noch einmal mit mir zu dem versunkenen Wrack tauchen. Es liegt tief unten im Korallenriff.. Wir müssen unsere Körper beschweren um hinunter zu kommen, meint er. Er hat recht. Dann könnten wir es schaffen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Hey, hierher! Los, Kinder, kommt hierher! Ich hab was entdeckt! Lisa! Michael!“&lt;br /&gt;Lisa bahnte sich einen Weg durch das dichte Gestrüpp.&lt;br /&gt;„Was ist, Papa?“ Hast Du einen Affen gefunden?“&lt;br /&gt;„Nein. Der wäre bei meinem Gebrüll längst über alle Berge. Wo ist Michael abgeblieben?“&lt;br /&gt;„Der ist wieder zum  Katamaran  zurück geschwommen. Er hat doch Angst vor Schlangen. Das weißt Du doch. Was hast Du denn entdeckt, Papa?“&lt;br /&gt;„Schau mal. Ein ganz alter Kupferkasten. Er ist völlig verfärbt. Das nennt man Grünspan. Was da wohl drin ist? Der Kasten ist ja unheimlich schwer …&lt;br /&gt;Und guck mal dort hinten! Da liegt ein verbeulter Kessel. Auch ganz grün. Das Zeug muss hier schon lange vor sich hin rotten. Komisch, dass es noch nicht überwuchert ist.“&lt;br /&gt;„Pappii! Ich hab Hunger! Lass uns zum Hotel zurück segeln. Schmeiß die doofen Sachen weg. Komm jetzt. Ich will von dieser blöden Insel fort!“&lt;br /&gt;Lisa zerrte Herrn Müller aus dem Dickicht zum Strand. Sie sahen, wie sich ein junger, braun gebrannter Mann an einem Schwert des Katamarans  festklammerte und mit Michael unterhielt. Als sie in die Nähe des Seglers kamen, drehte er sich weg und schwamm aufs Meer hinaus.&lt;br /&gt;„Was wollte der denn von dir?“&lt;br /&gt;„Ach, lass mich in Ruhe, neugierige Zicke! Musst Du immer alles wissen?“&lt;br /&gt;„Michael, hör auf, deine Schwester zu ärgern. Sag schon, was wollte der junge Mann?&lt;br /&gt;„Ach der. Der spinnt. Er heißt Sören und wohnt hier auf der Insel. Und er meint, dass wir heute Nacht hier bleiben sollen, weil ein fürchterlicher Sturm aufzieht. Wir würden es keinesfalls bis zur Nachbarinsel und unserem Hotel schaffen.“&lt;br /&gt;„Das verstehe ich nicht. Der Himmel ist völlig klar und Wind haben wir auch kaum. Kommt, Kinder, helft mit und schiebt das Boot hinaus. Wir segeln zurück. Ich bin auch hungrig. Bei der leichten Brise brauchen wir mindestens drei Stunden.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die drei erreichten das Hotel nicht. Weder ihre Leichen noch der Katamaran wurden je gefunden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seit jenem Tag sehen die Urlauber von den Hotelanlagen aus, vor dem ersten großen Taifun zu Beginn der Regenzeit, eine kleine Insel weit draußen auf dem Meer auftauchen. Von den ersten, schweren Regenwolken umrahmt, ist sie weithin sichtbar. Wunderschöne Lieder klingen übers Wasser. Klar und hell singen Kinder und mehrere tiefe Männerstimmen begleiten sie. Wer sie auf See hört, dreht schnell bei, um den sicheren Hafen zu erreichen.&lt;br /&gt;Kurz darauf beginnt der Sturm.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein paar Tage später verschwindet die Insel und wird erst ein Jahr später wieder gesehen, wenn der Monsun auf Neue beginnt&lt;br /&gt;(c) Elke Kemna&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6287268359182358045-9092901872125935634?l=elke-kemna.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://elke-kemna.blogspot.com/feeds/9092901872125935634/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6287268359182358045&amp;postID=9092901872125935634' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6287268359182358045/posts/default/9092901872125935634'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6287268359182358045/posts/default/9092901872125935634'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://elke-kemna.blogspot.com/2008/05/insel-der-verlorenen-seelen.html' title='Insel der verlorenen Seelen'/><author><name>Elke K.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02199960348407173382</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='26' height='32' src='http://bp0.blogger.com/_1kMSa_oA2C8/R4DEpdCtlwI/AAAAAAAAAnI/fM0eHNhIJPs/S220/ElkeAvatar.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://bp3.blogger.com/_1kMSa_oA2C8/SBtZ8SCxM3I/AAAAAAAAC2A/Dc6x7cYOvnM/s72-c/Insel+der+Verlorenen.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6287268359182358045.post-8865658659089325938</id><published>2008-05-01T10:31:00.005Z</published><updated>2010-12-11T10:21:22.628Z</updated><title type='text'>Nightmare</title><content type='html'>Rhythmisches, lautes Meeresrauschen weckte mich. Möwengeschrei und das nervige Tuten eines Nebelhorns machten mich vollends munter.&lt;br /&gt;Verdammt! Welch schauriges Erwachen.&lt;br /&gt;Ich hatte gestern anscheinend einen falschen Modus eingeschaltet – zu laut obendrein. Normalerweise ließ ich mich von säuselndem Wind und Vogelgezwitscher wecken. Da hatte ich mich wohl in der Nacht versehentlich vertippt. Diese verflixten Pillen auf der Fete. In meinem Kopf brummte der Motor eines alten Propellerflugzeuges.&lt;br /&gt;Suchend tastete ich nach der Fernbedienung, schaltete die Lautsprecher leise und die Lichtdusche an. Das war schon besser. Ich stellte die Zeituhr auf 10 Minuten. Nun noch ein bisschen warme Windmassage zugeschaltet und der Tag konnte beginnen.&lt;br /&gt;Langsam kehrten meine Lebensgeister zurück. Vorsichtig drehte ich mich auf den Bauch, reckte mich wohlig und schloss die Augen. Alltagsgeräusche kamen nur noch aus weiter Ferne ...&lt;br /&gt;Nach einiger Zeit fuhr die Plexiglashaube meines Bettes surrend nach oben. Das Licht ging aus und die Geräusche verstummten.&lt;br /&gt;Ein Blick auf die Uhr ließ mich hochfahren.&lt;br /&gt;„Mein Gott, schon so spät? Lisa! Lisa …?“&lt;br /&gt;Ich stand auf und schlurfte nackt zum Fenster. Bleigrauer Himmel und Nieselregen war nicht gerade das, was mich an einem Sonntagmorgen erfreute. Lisas Bett war unberührt. Anscheinend hatte sie mich gestern Nacht nicht nach Hause begleitet. Schade eigentlich.&lt;br /&gt;Ich schlappte in den Flur zum Servicecenter; Drei neue Nachrichten warteten auf dem Bildschirm darauf, gelesen und bestätigt zu werden.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold; color: rgb(51, 102, 255);"&gt;Haustür geöffnet um 23.54.11 – Haustür geschlossen um 23.55.01 – Haustür unverriegelt&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Aha! Also war ich doch nicht so spät nach Hause gekommen.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold; color: rgb(51, 102, 255);"&gt;Hallo Uli! Ich übernachte heute bei Manuel. Gruß Lisa&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;"Manuel, du Schuft. Darum hast du mir also so viele Smilie-Pillen spendiert. Hst' dich an meine Freundin rangemacht!"&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold; color: rgb(51, 102, 255);"&gt;Sie haben einen neuen Anruf von 05353219967 um 8.32 Uhr&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold; color: rgb(51, 102, 255);"&gt;Wollen Sie mit dem Anrufer jetzt verbunden werden, drücken Sie die 1&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold; color: rgb(51, 102, 255);"&gt;Wollen Sie den Anrufer zu einem späteren Zeitpunkt zurückrufen, drücken Sie die 2&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold; color: rgb(51, 102, 255);"&gt;Anruf ignorieren und löschen, drücken Sie die 3&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Die Nummer war mir absolut unbekannt. Wer konnte das sein? So früh am Sonntag? Ich würde mich gleich darum kümmern. Erst einmal programmierte ich den Duschverlauf – heute würde ich mir zusätzlich eine Wassermassage und ein paar Minuten Solarium gönnen.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold; color: rgb(51, 102, 255);"&gt;Duschvorgang wird nach Aktivierung eingeleitet &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Volles Frühstücksprogramm? Nee, keinen Hunger. Also nur Kaffee und Surrogat. Ich tippte das Gewünschte ein.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold; color: rgb(51, 102, 255);"&gt;Surrogatvorrat reicht noch für 3 Portionen. Bitte nachbestellen Wählen Sie Bestelloptimierung und drücken Sie die Enter-Taste&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold; color: rgb(51, 102, 255);"&gt;Kaffee- und Surrogatherstellung wird jetzt eingeleitet &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Nun wählte ich den Telefonmodus aus, drückte die Ziffer eins für die Verbindung und aktivierte auf dem Bildschirm&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold; color: rgb(51, 102, 255);"&gt;Teilnehmer sehen, eigene Kamera aus&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Schließlich wollte ich wildfremden Menschen meinen verkaterten Anblick ersparen.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold; color: rgb(51, 102, 255);"&gt;Verbindung ist hergestellt. Teilnehmer ist online. Bitte drücken Sie die Enter-Taste, um das Gespräch anzunehmen&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;„Martens. Firma Corondance-Germany GmbH. Guten Tag Herr Kroll. Schön, dass Sie gleich zurückrufen.“&lt;br /&gt;„Guten Tag Herr Martens … ?“&lt;br /&gt;Der Bildschirm flackerte:; Ein mir völlig fremder Mann saß vor einem weißen Schreibtisch in einem weißen Raum. Auch an ihm war alles weiß: Seine Haare, seine Kleidung, selbst die Haut seines Gesichtes war durchscheinend blass und passte sich der Farbe der Umgebung an. Während der Begrüßung tippte er auf einer blinkenden Tastatur herum.&lt;br /&gt;“Ich habe letzte Woche vom Aufsichtsgremium Ihre Bewerbung übersandt bekommen. Man möchte Sie aufgrund der hervorragenden Zeugnisse und langjährigen Erfahrungen im EDV-Bereich zu einer Firmen-Führung und einem ersten Gespräch einladen.“&lt;br /&gt;„Oh, das freut mich aber sehr. Ich hatte schon gar nicht mehr mit einer Antwort gerechnet!“&lt;br /&gt;„Wir haben Ihre Bewerbungen ausführlich geprüft. Wie Sie ja bereits aus der Ausschreibung wissen, handelt es sich um eine außergewöhnliche Vertrauensstellung. Ich möchte kurzfristig einen Vorstellungstermin mit Ihnen vereinbaren.“&lt;br /&gt;„Ich bin arbeitslos und kann jederzeit vorbeikommen.“&lt;br /&gt;"Gut, Herr Kroll! Sehr gut! Passt es Ihnen heute um elf Uhr? Sonntags sind wir ungestört.“&lt;br /&gt;„Ja, das lässt sich einrichten“, antwortete ich lässig.&lt;br /&gt;„Schön. Ein Firmenwagen wird Sie etwa eine halbe Stunde vorher abholen. Wir freuen uns auf Sie. Auf Wiederhören“&lt;br /&gt;Bevor ich mich verabschieden konnte, wurde die Verbindung getrennt.&lt;br /&gt;Merkwürdig. Man holte mich ab? Am heiligen Sonntag? Egal. Hauptsache in die engere Auswahl gekommen zu sein! Vielleicht klappte es ja endlich mit einem Job. Die Kosten für das Haus wuchsen mir langsam über den Kopf.&lt;br /&gt;Nun musste ich mich beeilen. Ich duschte nur kurz, zog meinen besten Anzug an und schlürfte meinen Kaffee aus einem Pappbecher vor der Haustür.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Pünktlich hielt ein Wagen mit grau verspiegelten Scheiben an der Bordsteinkante. Die hintere Flügeltür schwang nach oben.&lt;br /&gt;"Tolle Karre", dachte ich und ließ mich auf weiche Lederpolster fallen. Der Flugzeugmotor in meinem Kopf war endlich verstummt. Ich würde denen schon zeigen, was für ein kluger Kerl ich war und dass gerade ich der Geeignetste für diesen Job sein würde.&lt;br /&gt;Vor mir befand sich eine blickdichte Trennwand im Auto. Ich konnte weder nach draußen, noch auf den Fahrer schauen. Das war allerdings sehr merkwürdig. Wir waren hier doch nicht bei der Mafia, oder?&lt;br /&gt;Lautlos setzte sich der Wagen in Gang. Wohin fuhren wir? Wurde ich entführt? Dann wurde es ganz plötzlich schwarz um mich …&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich erwachte fröstelnd auf einer schmalen Liege in einem kleinen, kahlen Zimmer. Was war geschehen? Wie war ich hierher gekommen? Angst beschlich mich. Was hatten die mit mir vor?&lt;br /&gt;„Da sind Sie ja wieder, Herr Kroll! Sie hatten wohl einen kleinen Schwächeanfall. Unser Fahrer hat Sie hier hereingetragen. Nun, wir haben Ihnen ein Kreislaufmittel gespritzt, es sollte Ihnen jetzt besser gehen."&lt;br /&gt;Der zierliche Mann, es war Herr Martens, sah in Wirklichkeit noch blasser und durchscheinender aus, als auf dem Bildschirm.&lt;br /&gt;„Bitte stellen Sie jetzt keine Fragen, sondern schauen Sie sich ihr neues Aufgabengebiet in Ruhe an. Sie dürfen sich im Institut frei bewegen. Aber respektieren Sie, dass Sie das Gebäude nicht verlassen können. Wenn Sie mit der Besichtigung fertig sind, drücken Sie auf den Piper. Ich orte Sie und bringe Sie dann zu unserem Prüfungsgremium.“&lt;br /&gt;Er übergab mir einen kleinen Sender, drehte sich um und winkte abwehrend, ihm nicht zu folgen. Dann verschwand er hinter einer Schiebetür.&lt;br /&gt;Unerwartet fit und erwartungsvoll machte ich mich auf Entdeckungsreise.&lt;br /&gt;Surrend schob sich, wie von Geisterhand bewegt, eine andere Trennwand zur Seite. Ich betrat ein merkwürdiges, großflächiges Gebäude. Das halbrund gebogene Dach bestand aus einem transparenten Kunststoffmaterial, durch das man den grau verhangenen Himmel sehen konnte. Das Klima hier drinnen war nahezu unerträglich feucht und sehr warm, fast wie in einem Tropenhaus, allerdings fehlten entsprechende Pflanzen.&lt;br /&gt;Die Umgebung wirkte kahl und steril.&lt;br /&gt;Ringsherum waren Schuhkarton große Glasbehälter bis unter die Decke in Regalen gestapelt. Es mochten Hunderte sein. Auf den ersten Blick wirkte das Wasser in den Gefäßen wie eine morastig braune Brühe. Über jedem der Bottiche schwebte eine rot leuchtende Halogenlampe. Vorn an den Scheiben waren jeweils Mikro-Kameras befestigt. Ich hörte Wasser blubbern und tröpfeln. Hier und da summte eine Pumpe. Die daran angeschlossenen Schläuche führten in zusammengebundenen Strängen zu den Regalen und dann einzeln in die Aquarium ähnlichen Behältnisse, an denen bunte LED-Lämpchen blinkten. Die meisten pulsten grünes Licht, einige wenige flackerten rot.&lt;br /&gt;Verwirrt schaute ich mich um. Was sollte ich hier? Und was zum Teufel war in den Aquarien? Staunend ging ich weiter durch die riesige Halle.&lt;br /&gt;In einer Ecke, etwas versteckt abgeteilt, entdeckte ich eine Art Kontrollbereich mit Bildschirmen und Tastaturen. Vielstimmig summten Lüfter. Die dort stehenden Großrechner ähnelten der Anlage, die ich früher in einem Rechenzentrum bedient hatte. Jetzt begriff ich! So sah also mein neuer Arbeitsbereich aus: Aquarien kontrollieren und irgendeine Aufzucht von Wasserpflanzen oder Fischen überwachen. Könnte mir gefallen! Sah ziemlich easy aus. Hoffentlich bekam ich den Job.&lt;br /&gt;Ein gemütlicher Drehstuhl lud zum Sitzen und Erforschen der Elektronik ein. Selbst an Verpflegung hatten sie gedacht. Reichliches Frühstück und dampfender Kaffee standen auf einem kleinen Tischchen neben der Konsole. Mann, war ich hungrig! Ich aß und trank ausgiebig. Nebenbei schaltete ich neugierig einen der Bildschirme ein. Auf der Oberfläche erschienen viele kleine Vorschaubildchen der Glasgefäße. Ich markierte eines zum Vergrößern. Nichts weiter zu sehen, als ein wassergefülltes Aquarium. Also weiter zum nächsten Bild. Wieder das gleiche. Weiter ...&lt;br /&gt;Mein Gott! Was war das? Hatte ich Halluzinationen?&lt;br /&gt;Ein kleines, blasses Händchen zur Faust geballt. Es ruderte ruckartig in der rot angeleuchteten Brühe umher. Da! Ein zweites Ärmchen …&lt;br /&gt;Verschwommen konnte ich die Umrisse eines Embryos wahrnehmen: Kleine Beinchen bewegten sich träge in der Flüssigkeit. Dann drehte sich das Wesen schwerelos wie in Zeitlupe. Sein Kopf war jetzt ganz nah an der Scheibe. Ich zoomte näher. Die hohe Bildschirmauflösung ließ mich jede Kontur seines Gesichtes erkennen. Ein Baby. Ein spielzeugkleines, schwimmendes Baby.&lt;br /&gt;Ich klickte das Bild weg, vergrößerte ein anderes ... und noch eins ... und noch eins ...&lt;br /&gt;In jedem Becken waren winzige, weiße, völlig gleich aussehende geschlechtslose Föten. Manche schliefen ausgestreckt, einige bewegten sich träge, andere sogen an ihren Fingern und wieder andere hatten sich zu Kugeln zusammengerollt. Aber alle hatten eines gemeinsam: Sie waren viel zu klein für normale Babys.&lt;br /&gt;Ich aktivierte einen anderen Schirm. Wieder unzählige Thumbnails. Und dann klickte ich auf die furchtbarsten Bilder, die ich je gesehen hatte: In verschiedenen Gefäßen mit glasklarer Flüssigkeit schwebten, getrennt nach Arten, unzählige winzige Körperteile: Arme, Beine, Ohren und klitzekleine Organe. Ein Behältnis war bis unter den Rand mit murmelgroßen Augen gefüllt, in einem anderen schwebten zuammengeballte, fingerlange Därme …&lt;br /&gt;Von Entsetzen gepeinigt sprang ich auf und riss dabei den Frühstückstisch um.&lt;br /&gt;Raus! Raus, nur raus und weg hier!&lt;br /&gt;Aber die Trennwand, durch die ich gekommen war, hatte sich geschlossen. Ich wühlte nach dem Piper in meinen Taschen. Nichts. Ich hatte ihn wohl auf dem Tisch liegen gelassen. Nur nicht zurück dorthin! Nur nicht diese Bilder sehen müssen.&lt;br /&gt;Ich brüllte! Kreischte! Ich schlug mir die Fingerknöchel blutig und trat gegen die Wand!&lt;br /&gt;Nichts. Sie öffnete sich nicht …&lt;br /&gt;Je länger ich schrie, desto stärker schwappte die Flüssigkeit in den Bottichen. Kleine braune Pfützen bildeten sich vor den Regalen. Dann platzte das erste Glasgefäß! Mit dumpfem Geräusch platschte etwas auf den Boden. Scherben klirrten. Nur nicht hinschauen. Noch ein Behältnis zerbarst. Wieder das grausige Geräusch. Immer mehr Bottiche zerbrachen.&lt;br /&gt;Ich schrie weiter um Hilfe, halb wahnsinnig vor Grauen und Angst.&lt;br /&gt;Dann pisste ich mich ein …&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Uli! Uli! Wach auf! Hör auf zu schreien. Hey! Wach auf!“&lt;br /&gt;Mühsam öffnete ich meine Augen.&lt;br /&gt;„Du hast geträumt. Hey! Werd' endlich wach!“&lt;br /&gt;Lisa stand vor meinem Bett. Sie hatte die Kunststoffabdeckung hochgeklappt und rüttelte an mir herum.&lt;br /&gt;„Mann! Du schreist die ganze Zeit.  Was war das denn für ein Traum? Hätt'ste mal gestern nicht so viele Pillen eingeworfen! Du Heini!"&lt;br /&gt;Benommen rappelte ich mich auf. Meine Blase drückte. Völlig heiser flüsterte ich: „Nee, lass mal, Lissie. Muss dringend aufs Klo …“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Verwirrt und noch völlig von dem grausamen Traum gefangen, schlurfte ich ins Bad. In meinem Kopf brummte wieder der Flugzeugmotor. Oh Gott, musste ich gestern breit gewesen sein!&lt;br /&gt;Auf den Fliesen lagen zusammengeknüllt Unterwäsche, Socken und das Jackett. Mein bester Anzug! Der war hin. Als ich den Klodeckel hochklappen wollte, durchzuckte mich ein stechender Schmerz: Die Fingerknöchel meiner Hände waren dick geschwollen und verschorft von geronnenem Blut.&lt;br /&gt;Und dann entdeckte ich meine Anzughose über der Badewanne. Sie hatte riesige feuchte Flecken. Der Stoff war dunkel verfärbt und auf dem Boden hatten sich kleine, braune Pfützen gebildet.&lt;br /&gt;Oh Scheiße!&lt;br /&gt;Übelkeit stieg in mir auf. Der unbändige Drang, mich zu übergeben, wich einer alles überdeckenden tröstlichen Schwärze.&lt;br /&gt;Ich wurde ohnmächtig ... und hörte nicht mehr wie Lisa nebenan zeterte: „Wenn du dich noch einmal wegen mir mit Manuel schlägst, komm ich überhaupt nicht mehr nach Haus! Ich verlasse dich! Hörst Du? Ich hab die Schnauze voll von deiner Eifersucht! Und jetzt beeil dich mal! Um Elf hast du das Vorstellungsgespräch bei der Biotechfirma!“&lt;br /&gt;(c) Elke Kemna&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6287268359182358045-8865658659089325938?l=elke-kemna.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://elke-kemna.blogspot.com/feeds/8865658659089325938/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6287268359182358045&amp;postID=8865658659089325938' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6287268359182358045/posts/default/8865658659089325938'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6287268359182358045/posts/default/8865658659089325938'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://elke-kemna.blogspot.com/2008/05/nightmare.html' title='Nightmare'/><author><name>Elke K.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02199960348407173382</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='26' height='32' src='http://bp0.blogger.com/_1kMSa_oA2C8/R4DEpdCtlwI/AAAAAAAAAnI/fM0eHNhIJPs/S220/ElkeAvatar.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6287268359182358045.post-4549533148059378614</id><published>2008-04-28T16:54:00.000Z</published><updated>2008-04-28T16:55:41.501Z</updated><title type='text'>Schmetterling und Taucherglocke</title><content type='html'>Ich lese gerade ...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schmetterling und Taucherglocke von Jean-Dominique Bauby&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kann ein Mann, der nach einem Hirninfarkt am gesamten Körper gelähmt ist und nur durch Zucken seines Augenlids mit der Außenwelt kommuniziert, ein authentischen Buch schreiben lassen? Das noch dazu erfolgreich verfilmt wird?&lt;br /&gt;Er kann.&lt;br /&gt;Eben durch dieses Zucken, bzw. Blinzeln diktiert er seine Gedanken anhand von einer Sekretärin des Verlages hochgehaltenen Buchstabentafeln. Buchstabe für Buchstabe entstehen lesbar gemachte Gefühle, Wut , Trauer, Ironie, Sarkasmus und viele Erinnerungen an sein vorheriges Leben.&lt;br /&gt;Bauby beschreibt seine Innenwelt, wie das Leben in einer Taucherglocke - aber seine Gedanken fliegen wie Schmetterlinge umher. Gleichzeitig wird ihm bewusst, und das teilt er im Roman völlig unsentimental, manchmal verbittert, aber an vielen Stellen mit aberwitzigem Humor mit, dass er nun "nach dem Leben und vor dem Tod" alle Zeit der Welt zum Denken und Erinnern hat - und Zeit für grenzenlose Phantasien.&lt;br /&gt;Erschreckend liest man aber auch von Bauby, welche schlimmen Erfahrungen der am Locked-in-Syndrom Erkrankte mit Pflegern und Ärzten macht, die ihn kaum noch wahrnehmen, nicht mehr für voll nehmen, abgeschrieben haben, wie entwürdigend er sein Schicksal empfindet, von distanzlosen witzelnden Schwestern gewindelt zu werden. Und dann wieder teilt der Journalist seine unendliche Sehnsucht mit, seinen Sohn umarmen zu wollen.&lt;br /&gt;Vergeblich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fazit: Ein emfehlenswertes Buch für Leser, die sich auf dieses Schicksal einlassen möchten und können. &lt;br /&gt;Ich bin sehr beeindruckt und werde es sicher noch einmal lesen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier noch ein Link zu weiteren Beschreibungen und Ausschnitte des gleichnamigen Films&lt;br /&gt;http://www.schmetterling-und-taucherglocke.de/start.html&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6287268359182358045-4549533148059378614?l=elke-kemna.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://elke-kemna.blogspot.com/feeds/4549533148059378614/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6287268359182358045&amp;postID=4549533148059378614' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6287268359182358045/posts/default/4549533148059378614'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6287268359182358045/posts/default/4549533148059378614'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://elke-kemna.blogspot.com/2008/04/schmetterling-und-taucherglocke.html' title='Schmetterling und Taucherglocke'/><author><name>Elke K.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02199960348407173382</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='26' height='32' src='http://bp0.blogger.com/_1kMSa_oA2C8/R4DEpdCtlwI/AAAAAAAAAnI/fM0eHNhIJPs/S220/ElkeAvatar.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6287268359182358045.post-7699842685591138129</id><published>2008-04-28T09:34:00.001Z</published><updated>2008-04-28T09:38:54.834Z</updated><title type='text'>Duckmäusertum wegen Internetforen?</title><content type='html'>&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Es mag eine gewagte These sein, die ich jetzt äußere ...&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Folgendes fällt mir auf:&lt;br /&gt;Wir sind ein Volk von stillhaltenden, aushaltenden, alles mitmachenden, schweigenden Menschen geworden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als "olle 68-erin" habe ich als Jugendliche, bzw. junge Erwachsene erlebt und gelebt, dass man sich gegen Zwänge, Ungerechtigkeiten und verordnete Gesetze auflehnte und/oder zumindest öffentlich dagegen protestierte.&lt;br /&gt;Ich erinnere mich an eine "Rote-Punkt-Aktion" in Hannover, als - heute würde man sie "militant" nennen - Demonstranten wegen drastischer Fahrpreiserhöhungen des Öffentlichen Nahverkehrs, teilweise Schienen zubetonierten und alle Zu- und Abfahrten der Straßenbahnen durch Depot-Blockaden verhinderten. Damals gab es ein kollektives Bejahen dieser Aktion. Sehr viele Auto fahrenden Bürger beteiligten sich dahingehend, das sie ein weißes Schild mit rotem Punkt hinter die Windschutzscheibe klebten; sichtbares Zeichen, dass sie die Aktion unterstützten und jederzeit überall zwecks Mitfahren angehalten werden durften. Autos warteten in langen Schlangen an Straßenbahnhaltestellen und Taxenhalteplätzen. Schnell war man sich einig, wer wohin mit wem fahren konnte. Zeitgleich liefen mehrere Demos gegen die Fahrpreiserhöhungen an zentralen Plätzen in Hannover. &lt;br /&gt;Ergebnis: Nach zwei Wochen ca. wurden die Preiserhöhungen zurück genommen.&lt;br /&gt;Andere Beispiele gibt es viele: Leerstehende Häuser wurden besetzt und als, damals für junge Menschen sehr knapper, Wohnraum genutzt. "Studentenrevolten", ein dankbares Thema in den Medien und das Attentat auf Benno Ohnesorge brachte letztendlich damals viele dazu, sich der linken Anarcho-Bewegung anzuschließen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und heute?&lt;br /&gt;Schaut Euch im Internet um. Für alles und Jedes gibt es Foren. Hier "rotten" sich hinter Nicks verborgene Menschen zusammen, die gegen Benzinpreiserhöhungen, Steuerungerechtigkeiten, zu niedrige Pendlerpauschalen, soziale Verelendung, Gebühren und fehlende oder falsche Gesetze wettern. Aber wem hilft das? Und vor allem, was ändert diese virtuelle Meckerei an den gegebenen Umständen?&lt;br /&gt;Nix! Gar nix!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Reichen bleiben weiterhin reich oder werden immer reicher, Konzerne sacken fette Gewinne ein und entlohnen Mitarbeiter mit Hungergehältern, die Armen bleiben arm - mit oder ohne Arbeit.&lt;br /&gt;Da gehen Kinder mit Plastiktüten anstatt Ranzen und ohne Essen zur Schule, weil ihren ALG-Eltern das nötige Geld fehlt. Warum auch immer, den Kindern ist das nicht anzulasten. Sie werden ausgegrenzt, während Schulausflügen und Fahrten in anderen Klassen geparkt, sitzen in Kindergärten während der Mitagsessenszeiten in einem extra Raum, weil die Eltern das geforderte Essensgeld nicht zahlen (können) und erfahren früh, was es in unserem Land heißt, "arm" zu sein.&lt;br /&gt;Soziale Gerechtigkeit? Mitnichten. Politiker aller Parteien jammern über die Verschuldung des Staates und dass kein Geld für Schulspeisung, kostenlose Schulbücher und Lehrmittelausstattung vorhanden sei. Schließlich gibt es Kindergeld für jeden, der Kinder erzieht! Ja, ja - nur wird es leider bei den ALG-Familien mit der Stütze verrechnet. Und die Gutverdienenden? Die werden für ihre Kinder belohnt, indem sie anstatt des festgesetzten Betrages ihre Kinder "von der Steuer absetzen" können. Das rechnet sich ordentlich, ge besser man verdient um so mehr sackt man für die Kiddys ein ...&lt;br /&gt;Lehrmittelfreiheit für sozial Schwache? Nein. Warum auch. Sollen die Kinder doch die abgelegten Schulbücher der älteren Geschwister nutzen. Pech nur, dass manche gar keine Geschwister haben. Außerdem gibt es in den meisten Schulen Arbeitshefte, die beschrieben werden und somit unbrauchbar zum Weitergeben sind.&lt;br /&gt;Aber wir haben ja "Überallfernsehen". Wenn wir es schon nicht schaffen, allen Kindern gleiche Bildungschancen zu gewähren, können sie wenigstens vor PC's und Fernsehern geparkt werden um so zu verblöden oder/und manche von ihnen später als Heranwachsende alkoholisiert alles kurz und klein schlagen. Brecht hat einmal gesagt, dass jede Gesellschaft die Jugendlichen hat, die sie verdient.&lt;br /&gt;Stimmt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Warum sollen "armen" jugendliche Deutsche oder Migranten studieren? Uni-Gebühren in fast allen Bundesländern schaffen Bedingungen, dass die Reichen unter sich bleiben und eine "natürliche" Auslese stattfindet.&lt;br /&gt;Und wie ist das mit den Alten, auf deren augenscheinlich auskömmliche Renten viele von uns neidisch sind? Blicken wir mal hinter die Fassade? Sehen wir wirklich diese Rentner objektiv? Sie brauchen ja nicht mehr viel: Ein Päckchen Weißmehl-Brot, ein Tiegel Margarine, ein Fertiggericht und etwas Quark. Ab und an einen Apfel ... Ihre Klamotten, Jahre alt und zerschlissen? Nun, wo zu sollen sie sich fein machen, sie können sich ja eh nirgendwo mehr hin gehen, sich oft nicht mal mehr eine, ihrem Alter gerechte, warme Wohnung leisten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist eine Lüge, dass jeder Bürger jeden Alters unseres Landes die Chance und das Recht auf Bildung und freie Entfaltung hat.&lt;br /&gt;Schaut Euch um! Die überall in Großstädten vorhandenen Ghettos sprechen eine andere Sprache.&lt;br /&gt;Die satten Zufriedenen schweigen - was geht es sie an.&lt;br /&gt;Die Armen schweigen ebenfalls. Denn sie glauben nicht (mehr) an Gerechtigkeit, dass sie an dem Molloch Staat und an ihrer Armut etwas ändern können. Sie stehen in Schlangen bei Suppenküchen und kostenlosen Nahrungsmittelverteilstellen an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und was machen wir "Alten", die wir uns früher gegen soziale Ungerechtigkeiten und Bevormundung des Staates eingesetzt haben? Wir nicken beifällig bei "Hart aber fair", schauen "Maischberger" und "Anne Will" und sind empört über die soziale Schieflage in unserer Gesellschaft. Ja, dann bringen wir noch schnell die leere Flasche Wein in die Küche und gehen beruhigt in unser warmes Bett. Oder wir tingeln in Internet-Foren herum und machen unserem Unmut auf schreibende Weise Luft. Es gibt ja genug User, die virtuell klatschen und ähnliches zu berichten wissen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn jeder von uns im realen Leben etwas mutiger sein würde, könnten wir vieles ändern.&lt;br /&gt;Es gibt viel zu tun. Packen wir es an.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6287268359182358045-7699842685591138129?l=elke-kemna.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://elke-kemna.blogspot.com/feeds/7699842685591138129/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6287268359182358045&amp;postID=7699842685591138129' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6287268359182358045/posts/default/7699842685591138129'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6287268359182358045/posts/default/7699842685591138129'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://elke-kemna.blogspot.com/2008/04/duckmusertum-wegen-internetforen.html' title='Duckmäusertum wegen Internetforen?'/><author><name>Elke K.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02199960348407173382</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='26' height='32' src='http://bp0.blogger.com/_1kMSa_oA2C8/R4DEpdCtlwI/AAAAAAAAAnI/fM0eHNhIJPs/S220/ElkeAvatar.jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6287268359182358045.post-6292817793310597733</id><published>2008-04-27T10:56:00.005Z</published><updated>2008-04-27T11:18:47.643Z</updated><title type='text'>Sonntag!</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp1.blogger.com/_1kMSa_oA2C8/SBRgQiCxMwI/AAAAAAAACzY/t9Whuq0AQZo/s1600-h/k-DSCN5753.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://bp1.blogger.com/_1kMSa_oA2C8/SBRgQiCxMwI/AAAAAAAACzY/t9Whuq0AQZo/s320/k-DSCN5753.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5193882107397616386" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="text-decoration: underline;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Heute Morgen war ich recht früh im Garten und habe die Tomatenpflänzchen im Gewächshaus gegossen. Und dann spazierte ich mit meiner Kamera die Graswege entlang. Endlich scheint die Sonne und die Tulpen öffnen sich. Leider ist es nun für eine optimale Belichtung zu hell. Egal. Trotzdem fotografiere ich ein paar Motive ...  als "Seelenwärme"-Vorrat für unwirtliche Wintertage.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vergissmeinnicht, Tulpen, Traubenhyazinthen und Löwenzahn blühen um die Wette . Darüber ein Meer von weißen Kirsch- und rosa Apfelblüten.  Wie schön!&lt;br /&gt;Allerdings werde ich wohl nur wenige Früchte ernten können. In diesem Jahr fliegen kaum Bienen - nur hier und da eine riesige, schwarz-gelb gestreifte Hummel und selten ein paar kleine Erdhummeln.  Auch in den Johannis- und Stachelbeerbüschen ist es still. Ich vermisse das vielstimmige Gesumm der kleinen Blütenstaubsammler. Aber überall wuseln Marienkäfer herum. Nun ja, sie werden wohl wenigstens ein bisschen dazu beitragen, dass die Blüten bestäubt werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun gut, liebe Leser, ich lade Euch auf einen kurzen Spaziergang durch meinen Bio-Garten ein.&lt;br /&gt;http://picasaweb.google.de/Gitana52/GartenImApril2008&lt;br /&gt;Ich habe allerdings darauf verzichtet, die Kartoffel, Zwiebel- und Gemüsebeete zu fotografieren! Da guckt eh noch nichts raus. Im Juli gibt es dazu eine extra Fotoschau.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nächste Woche wird es wieder kälter und regnerisch, die wichtigsten Gartenarbeiten sind vorerst getan. Dann finde ich gewiss wieder Zeit zum Beantworten der liegengebliebenen Mails.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich wünsche allen einen schönen Sonntag - Carpe Diem!&lt;br /&gt;Liebe Grüße&lt;br /&gt;Elke&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6287268359182358045-6292817793310597733?l=elke-kemna.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://elke-kemna.blogspot.com/feeds/6292817793310597733/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6287268359182358045&amp;postID=6292817793310597733' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6287268359182358045/posts/default/6292817793310597733'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6287268359182358045/posts/default/6292817793310597733'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://elke-kemna.blogspot.com/2008/04/sonntag.html' title='Sonntag!'/><author><name>Elke K.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02199960348407173382</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='26' height='32' src='http://bp0.blogger.com/_1kMSa_oA2C8/R4DEpdCtlwI/AAAAAAAAAnI/fM0eHNhIJPs/S220/ElkeAvatar.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://bp1.blogger.com/_1kMSa_oA2C8/SBRgQiCxMwI/AAAAAAAACzY/t9Whuq0AQZo/s72-c/k-DSCN5753.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6287268359182358045.post-6418704251789385750</id><published>2008-04-22T08:35:00.003Z</published><updated>2008-04-22T08:37:47.548Z</updated><title type='text'>Der ganz alltägliche Wahnsinn</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp1.blogger.com/_1kMSa_oA2C8/SA2jdSCxMLI/AAAAAAAACrg/dcyxr6gql9M/s1600-h/Mein+Bio-Garten.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://bp1.blogger.com/_1kMSa_oA2C8/SA2jdSCxMLI/AAAAAAAACrg/dcyxr6gql9M/s320/Mein+Bio-Garten.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5191985668883034290" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Frühling! &lt;br /&gt;Überall grünt und blüht es. Die Luft riecht nach Apfel- und Kirschblüten.&lt;br /&gt;Zeit für ausgiebige Spaziergänge in warmem Sonnenschein.&lt;br /&gt;Spaziergänge?&lt;br /&gt;Nee, weit gefehlt.  Sonnenschutzcreme auf die Nase und ab in den Garten. Ich möchte zehn Paar Hände haben und an jeden Tag ein paar Stunden dranhängen.&lt;br /&gt;Wer, wie ich, einen großen Obst- und Gemüsegarten hat, wird mich verstehen.&lt;br /&gt;Die Beete müssen gelüftet werden, Stauden gedüngt und der Kompost zwischen Obstgehölze verteilt werden.&lt;br /&gt;Für erste Aussaaten wird es höchste Zeit: Porree, Salat, Erbsen, Radieschen, Möhren und Kohlrabi. Die Zwiebeln wachsen bereits und ersten zarten Knoblauch-Lauch habe ich schon geerntet. Morgen werden die vorgekeimten Kartoffeln unter Folie gebracht und vorgezogene Tomaten- und Chillipflänchen ins Gewächshaus gepflanzt.&lt;br /&gt;Erst dann kann ich mir ein paar ruhige Stunden im Garten gönnen.&lt;br /&gt;Nein, wohl doch nicht, der Rasen wächst bereits handhoch. Und da ich ökologisch bewusst, keinen Benzinmäher habe, werde ich mich wohl aufraffen, endlose Bahnen mit dem im Winter eingerosteten Mäher zu ziehen. Kraftsport der besonderen Art!&lt;br /&gt;Trotzdem, ich freue mich an einem Meer von Tulpen, Vergissmeinnicht und Perlhyazinthen. Der Süßkirschenbaum beginnt zu blühen und überall wuseln schwarz-gelb gestreifte Riesenhummeln herum. Bienen sehe ich kaum. Außerdem habe ich einen aufmerksamen Gast: Ein Amselmännchen hüpft mutig neben mir herum, beobachtet genau, wo ich harke und ist sofort zur Stelle, wenn ich ihm einen Regenwurm vor den Schnabel werfe. Wie schön. Seine Brut wird es ihm danken.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6287268359182358045-6418704251789385750?l=elke-kemna.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://elke-kemna.blogspot.com/feeds/6418704251789385750/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6287268359182358045&amp;postID=6418704251789385750' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6287268359182358045/posts/default/6418704251789385750'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6287268359182358045/posts/default/6418704251789385750'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://elke-kemna.blogspot.com/2008/04/der-ganz-alltgliche-wahnsinn.html' title='Der ganz alltägliche Wahnsinn'/><author><name>Elke K.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02199960348407173382</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='26' height='32' src='http://bp0.blogger.com/_1kMSa_oA2C8/R4DEpdCtlwI/AAAAAAAAAnI/fM0eHNhIJPs/S220/ElkeAvatar.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://bp1.blogger.com/_1kMSa_oA2C8/SA2jdSCxMLI/AAAAAAAACrg/dcyxr6gql9M/s72-c/Mein+Bio-Garten.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6287268359182358045.post-6293210924278774430</id><published>2008-04-20T10:07:00.003Z</published><updated>2008-04-20T10:17:21.472Z</updated><title type='text'>Ich lese gerade ...</title><content type='html'>&lt;span style="color: rgb(255, 0, 0); font-family: verdana;font-size:130%;" &gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Fahrenheit 451 &lt;span style="color: rgb(0, 0, 0);font-size:85%;" &gt;von&lt;/span&gt; Ray Bradbury &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;in der Übersetzung von Fritz Güttinger (1955)&lt;br /&gt;Auszug und gekürzte Inahltsangabe aus Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Fahrenheit_451_(Roman)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fahrenheit 451 spielt in einer Welt, in der es als schweres Verbrechen gilt, Bücher zu lesen oder gar zu besitzen. Die Gesellschaft wird vom politischen System abhängig, anonym und unmündig gehalten ...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hauptperson des Romans ist der Feuerwehrmann Guy Montag, der zunächst kritiklos in diesem System funktioniert. Durch die 17-jährige Clarisse lernt er die Kunst der Worte, den Wert freien Denkens und die Schönheit der Natur kennen. Heimlich liest er Bücher und beginnt die Welt mit anderen Augen zu sehen ...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Gesellschaft im Roman ist sehr monoton aufgebaut. Ihr Ziel ist es, die Bevölkerung ununterbrochen mit simplen Mitteln zu beschäftigen und sie so von wichtigen Ereignissen wie Kriegen abzulenken. Dies wird zum Beispiel mit Fernsehshows erreicht, die über Videoleinwände im heimischen Wohnzimmer zu schauen sind und an denen sich die Zuschauer beteiligen können, aber auch durch große Vergnügungsparks ...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Menschen, die Bücher besitzen und lesen, sind Staatsfeinde, die verfolgt werden. Ihre Häuser und Bibliotheken werden von Feuerwehrmännern angezündet, wobei zum Teil auch Tote in Kauf genommen werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Diese Verfassung der Gesellschaft wurde allerdings nicht durch die herrschende, totalitäre Regierung selbst herbei geführt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Vielmehr haben sich die Menschen durch ihren steigenden Medienkonsum, insbesondere durch das Fernsehen, selbst in diese Lage gebracht.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Meine Meinung dazu:&lt;br /&gt; Wenn man überlegt, zu welcher Zeit der Autor das Buch schrieb (1953) und wie weit wir jetzt schon in unserem und in anderen "demokratischen" Staaten gekommen sind!  Erschreckend!&lt;br /&gt;Und noch schockierender finde ich, dass wir auf dem besten Weg zu einem totalitären Überwachungsstaat sind  - im Guten wie auch im Bösen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein sehr empfehlenswertes Buch, das  zum Nachdenken über unserer ganz persönliches Verhalten und Stillhalten in unserem Land anregt.  Werden "wir" auch schon mit Hilfe von verblödendem Medieneinheitsbrei dumm, bequem und sprachlos gemacht?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6287268359182358045-6293210924278774430?l=elke-kemna.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://elke-kemna.blogspot.com/feeds/6293210924278774430/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6287268359182358045&amp;postID=6293210924278774430' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6287268359182358045/posts/default/6293210924278774430'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6287268359182358045/posts/default/6293210924278774430'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://elke-kemna.blogspot.com/2008/04/ich-lese-gerade.html' title='Ich lese gerade ...'/><author><name>Elke K.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02199960348407173382</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='26' height='32' src='http://bp0.blogger.com/_1kMSa_oA2C8/R4DEpdCtlwI/AAAAAAAAAnI/fM0eHNhIJPs/S220/ElkeAvatar.jpg'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6287268359182358045.post-681313911588161967</id><published>2008-04-16T19:49:00.003Z</published><updated>2008-04-16T20:03:28.474Z</updated><title type='text'>Teufel und Belzebub</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp3.blogger.com/_1kMSa_oA2C8/SAZZlI570_I/AAAAAAAACq0/_yDDBOkuuMk/s1600-h/Kronsberg.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://bp3.blogger.com/_1kMSa_oA2C8/SAZZlI570_I/AAAAAAAACq0/_yDDBOkuuMk/s320/Kronsberg.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5189934115171587058" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span class="postbody"&gt;Heute war ich, wie jeden Morgen, mit meinem Hund in den Feldern unterwegs.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Von vorn begegnete mir ein Trecker mit Anhänger - darauf ein riesiges gelbes Fass und eine eingeklappte Sprühvorrichtung.&lt;br /&gt;Kurz darauf musste ich erneut einem ähnlichen Gefährt ausweichen.&lt;br /&gt;Die Landmaschinen fuhren rechts und links auf Felder mit handhoch gewachsenem Getreidegrün, klappten ihre Sprühanlagen aus zogen dann laut und stinkend ihre Bahnen. Dabei vernebelten sie mit süßlich scharfem Duft, den der Wind bis zu uns trug, die Landschaft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bemerkte, wie sich in unmittelbarer Nähe ein Feldhase duckte. Es ist Setz- und Schonzeit! Hunde müssen in Wald und Wiesen angeleint bleiben. Richtig so. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber ... wer schützt Hasen und Wildkaninchen, (keine Fluchttiere, sie ducken sich bei drohender Gefahr) vor Treckern und Chemieduschen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unsere Wildtiere werden zunehmend gefährdet - ja, ausgerottet und die Nester von Bodenbrütern z. B. Feldlerchen und Kiebitze, durch intensive Landwirtschaft zerstört.&lt;br /&gt;Jetzt wird auch noch BIO-Sprit gefördert, die intensive Spritzungen und Chemiedünger bedürfen.  Unzählige BIO-Gasanlagen für nachwachsende Rohstoffe (Rapps, Mais, Klee) werden gebaut. &lt;br /&gt;Das bedeutet: höheren Einsatz von Pestiziden, Herbiziden, Phosphatdüngung und großflächige Rekultivierung vormals brachliegender Flächen. Der Schutz unserer Fauna und Flora bleibt dabei außen vor.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sehr still bin ich nach Hause gegangen - mit einem pausenlos niesendem Hund und traurigen Gedanken. Viele der wenige Wochen jungen Feldhasen werden diesen Morgen nicht überlebt haben. Im Gegensatz zu Kaninchen leben sie nämlich nicht in geschützten Höhlen, sonder ducken sich, gut getarnt, vom Tag ihrer Geburt an zwischen Gräsern und in Getreidefeldern. In eben diesen Feldern ...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Anstatt Energiegewinnung aus Sonne, Wind und Erdwärme weiter zu erforschen, zu fördern und zu forcieren wird unser aller natürlicher, autarker Lebensraum immer kleiner.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Treiben wir den Teufel mit dem Belzebub aus?&lt;br /&gt;Ist diese Art von Umweltvergewaltigung im Sinne unseres "Blauen Planeten"?&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;                                                                   &lt;span class="postbody"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6287268359182358045-681313911588161967?l=elke-kemna.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://elke-kemna.blogspot.com/feeds/681313911588161967/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6287268359182358045&amp;postID=681313911588161967' title='4 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6287268359182358045/posts/default/681313911588161967'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6287268359182358045/posts/default/681313911588161967'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://elke-kemna.blogspot.com/2008/04/teufel-und-belzebub.html' title='Teufel und Belzebub'/><author><name>Elke K.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02199960348407173382</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='26' height='32' src='http://bp0.blogger.com/_1kMSa_oA2C8/R4DEpdCtlwI/AAAAAAAAAnI/fM0eHNhIJPs/S220/ElkeAvatar.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://bp3.blogger.com/_1kMSa_oA2C8/SAZZlI570_I/AAAAAAAACq0/_yDDBOkuuMk/s72-c/Kronsberg.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>4</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6287268359182358045.post-4512892693691582005</id><published>2008-04-08T13:22:00.006Z</published><updated>2008-04-16T19:29:11.460Z</updated><title type='text'>War damals alles besser?</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp2.blogger.com/_1kMSa_oA2C8/SATErY5705I/AAAAAAAACVI/MhdJhZ7PlPs/s1600-h/collage3.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://bp2.blogger.com/_1kMSa_oA2C8/SATErY5705I/AAAAAAAACVI/MhdJhZ7PlPs/s320/collage3.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5189488920336520082" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="text-decoration: underline;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Harsch pustet böiger Aprilwind durch mein schütteres Haar. Bestimmt wird sich abends bohrender Kopfschmerz einstellen. Trotz alledem: Ich werde mich nicht daran gewöhnen, eine alte Frau zu sein. Nicht mehr barfuß ausgetretene Lehmwege entlang hüpfen zu können ist bitter, dafür gönne ich mir wenigstens das bisschen  Freiheit zerzauster Haare auf meinem Spaziergang. Wachen Auges für meine Umwelt und trotzdem, wie alte Leute nun mal so sind, immer wieder in Gedanken an Vergangenes versunken, schlendere ich weiter ...&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; Am Spielplatz in unserer Siedlung machte ich Halt. Dort lässt es sich sicher gut verweilen, um ein paar letzte Sonnenstrahlen zu genießen. Ich finde eine leere Bank. Drei Mütter sitzen auf einer anderen und rauchen. Wunderschön herausgeputzte Kleinkinder stehen unschlüssig am Rand der Sandkiste. Der Lenker eines rosafarbenen Kleinkindrades glitzert mit herumliegenden Glasscherben um die Wette.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;  "Nein!", ruft eine der Frauen barsch über den Platz, "geh da nicht rein, Du wirst schmutzig!"&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Ein kleines Mädchen bleibt abrupt stehen, wendet sich fragend um und entfernt sich dann zögernd vom Sandkasten in Richtung Klettergerüst.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Niemand hatte unser Weggehen bemerkt. Die Erwachsenen waren mit ihren frühabendlichen Verrichtungen zu beschäftigt, um sich um unser Verschwinden zu kümmern. Mutter versorgte ihren alten Vater, der bettlägerig im Dachstübchen lebte und Vater hackte hinterm Schuppen Holz.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt; Friedel, der Älteste, er ging seit letztem Sommer zur Schule, streifte zuerst Schuhe und Strümpfe ab. Wir taten es ihm gleich und krempelten zudem noch unsere schmutzstarrenden, feuchten Hosenbeine hoch. Endlich Frühling! Es roch nach frisch gemähtem Klee und Abenteuer. Die Luft war erfüllt vom Tschilpen der Sperlinge, Lerchengesang und Kibitzgeschrei. Aber das war uns egal. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;  Hans greinte. Dem Kleinsten war das nasse Gras zu kalt. Also zog ich ihm fürsorglich Wollsocken und Schuhe wieder an. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Von weitem erklang Hufgeklapper! Hell, metallen und durchdringend kam es immer näher. Dann hörten wir Flüche und lautes Knallen einer Peitsche. Ein Karren kam! Gleich war er da.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;  Flink versteckten wir uns hinter der Milchpritsche und warteten ab. Evi kicherte. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;"Pssst! Sonst gibts Ärger!". Friedel hielt ihr den Mund zu.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Bauer Randers hiefte mehrere schwere Zinkkannen auf die Eichenbohlen. Er wendete das Fuhrwerk und die nun nicht mehr mürrischen Haflinger trabten erleichtert dem heimatlichen Stall und gefüllten Futtertraufen entgegen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt; Evi nahm eine verbeulte Suppenkelle, die hatte sie von zu Hause stibitzt, und klopfte lachend aufs Holz. Friedel hatten große Mühe, den verbeulten Deckel von einer der Kannen zu entfernen. Endlich geschafft!  Meine Schwester durfte zuerst trinken. Dann klein Hans. Und dann Friedel. Ungeduldig wartete ich, bis ich endlich an der Reihe war. Wie gut die Milch schmeckte. Lauwarm war sie noch, sehr fettig und roch ein wenig nach Rübensilage. Wir tranken abwechselnd Kelle um Kelle und stillten unseren Durst. Später gab es kein Abendbrot, das war gewiss. Schließlich war es uns bei derartiger Strafe verboten, nach Hereinbrechen der Dämmerung draußen herum zu ziehen. Also schnell noch ein paar Schlucke. Das machte satt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Schnatternd stehen die Mütter auf. Eines der Kinder steigt aufs Rad, lässt sich zur Umzäunung schieben. Stützräder quitschen. Eine der Frauen verteilt mitgebrachte Trinkpäckchen an die Kleinen, eine andere rot-weiß eingepackte Schokoriegel. Papier und Zigarettenkippen werden achtlos weggeworfen. Während die Schar an mir vorüberzieht, fange ich ein paar Gesprächsfetzen auf.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;  "... will immer nur Süßes essen. Oder Nudeln mit Ketchup".&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;"... werde nachher gleich ihre Sachen waschen. Ich komm nicht mehr hinterher. Andauernd sitzt sie im Dreck".&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;"Im Kindergarten war sie heute draußen im Gelände. Die Grasflecken bekomm' ich nicht mehr raus".&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;  "Katharina! Nicht aufheben. Das ist Bäh! Komm jetzt endlich! Gleich gibt's Sandmännchen."&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Direkt über uns leuchete die einzige Straßenlaterne des Asphaltierten Weges. So spät war es schon?  Zwei Katzen schlichen zögernd näher, duckten sich scheu und schleckten dann vorsichtig ein paar Milchtropfen von festgetrampelten Grashalmen. Schnell nach Hause! Wir rannten los ohne zu  merkten, dass wir Schuhe und Strümpfe vergessen hatten. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;  Mutter wartete schon grimmig an der Haustür.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;"Na, ihr Rabauken! Wo habt ihr euch wieder rumgetrieben? Hatte Vater DAS nicht ausdrücklich verboten?"&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Hans krähte, ehe ich ihm den Mund zu halten konnte: "Wir waren Milch trinken. Evi hat 'ne Schöpfe gehabt!"&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt; Mutters Mine wurde noch düster. Dann schimpfte sie uns barsch aus. War ja klar -  wir mussten uns waschen und wurden ohne Abendbrot ins Bett geschickt. Mutter machte sich währenddessen auf den Weg, unsere Schuhe zu holen. Kichernd verzogen wir uns in die Etagenbetten und flüsterten noch lange von unserem abenteuerlichen Frühlingsausflug. Hans schlief bereits tief und fest. Irgendwann spät am Abend hörte ich Mutter draußen auf dem Hof hin und her gehen. Sie räumte den Backofen aus. Die eiserne Tür quitschte durchdringend. Morgen würde es frisches Brot geben.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Glasscherben funkeln im Neonlicht der vielen Straßenlaternen um mich herum. Mühsam erhebe ich mich und schlurfe vom Spielplatz. Mein Rücken tut weh, die Beine wollen nicht in Gang kommen. Mir ist kalt. Unterwegs begegnet mir ein Tross Jugendlicher. Sie trinken abwechselnd aus einer Schnapsflasche. Ein schwarzes Plastikungetüm, von einem der Jungs auf der Schulter getragen, knallt Bässe und stotternden Sprechgesang in den vormals friedlichen Frühlingsabend. Ich wende mich ab und gehe nach Hause. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; Lähmende Stille empfängt mich. Mein erster Handgriff - Fernseher anschalten - Nachrichten gucken.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; " ... bei dem Anschlag wurden mehr als achzig Personen getötet und weit über hundert verletzt, darunter viele Kinder. UN-Truppen riegelten das Gebiet weiträumig ab. Und nun der Wetterbericht ..."&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Ich schmier mir ein Brot, lausche den Vorhersagen und einer Unwetterwarnung für die Nordfriesischen Inseln und setze mich vor den Fernseher. Gleich kommt ein Krimi. Etwas Spannung in der Tristesse und  Einsamkeit kann ich gut brauchen, auch wenn ich wahrscheinlich, wie fast jeden Abend über den Film einschlafen werde.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Am nächsten Morgen rüttelte mich Vater wach. Friedel war längst auf dem Weg zur Schule, Hans schnarchte leise. Noch schlaftrunken blinzelnd, bekam ich eine schallende Ohrfeige.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;"Das ist dafür, dass Du nicht gefolgt bist. Und fürs Stehlen! Zur Strafe mistest Du heute den Hühnerstall aus und darfst eine Woche nicht vom Hof. Wehe, ich erwische dich! Friedel wird heute Fahrräder putzen! Und zwar alle!"&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;  Dann bekam ich noch einen derben Knuff, der mich aus dem Bett trieb. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich zog mich rasch an. In der Küche rührte Mutter schwitzend mit einem großen Holzlöffel in einem Bottich herum. Heute war Waschtag. Wassertröpfchen zischten auf der Herdplatte und orangefarbene Flammen züngelten lichterloh durch einen Spalt zwischen den Ofenringen.  Es roch nach Birkenholz und frisch geriebener Kernseife. Stumm, hervorquellende Tränen verdrückend, auf neues Geschimpfe wartend, aß ich ein krosses Butterbrot mit frisch geschöpftem Quark.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt; "Da weißt, was Vater gesagt hat, also marsch in den Hühnerstall!", unterbrach Mutter mein stummes Frühstück und scheuchte mich mitsamt dem Brot auf den Hof.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Das Ausmisten dauerte bis zum Mittag. Ich mühte mich redlich. Mehrmals kippte die Schubkarre mit der stinkenden Fracht um oder blieb auf dem lehmigen Grund zum Misthaufen stecken. Vater war längst in den Wald gegangen und zersägte dort morsche, vom Frühjahrssturm gefällte Buchenstämme zu Brennholz. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt; Mutter schickte mich mit seinem Mittagessen zum Wäldchen. Mit gefülltem Kochgeschirr zog ich los.Wie ich seinen neuerlichen Wutausbruch fürchtete! Aber das war unbegründet. Sein Zorn war verraucht. Kaum angekommen, zeigte er mir lachend ein paar gesammelte Kiebitzeier. Eins davon durfte ich ausschlürfen, die anderen behielt er für Mutter. Alles war wieder gut.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt; Auf dem Rückweg traf ich Friedel. Ich sah ihn schon von weitem auf dem rostigen, viel zu großen Fahrrad den Feldweg entlang radeln. Das Rad flog an den Grabenrand, die Schultasche daneben. Und dann wateten wir schwatzend durch seichtes, eiskaltes Wasser. Wir entdeckten die ersten Kaulquappen dieses Jahres. Manche hatten sogar schon kleine schwarze Vorderbeinchen. Friedel kramte seine Frühstücksbüchse hervor. Wir schöpften Wasser hinein und ein paar Tierchen. Lange saßen wir im Gras und beobachteten das schlingernde Umherschwimmen der Froschbabys. Später fingen wir noch Wasserskorpione und Köcherfliegen. Wir vergaßen die Zeit. Als wir uns endlich mit unserem Fang auf den Heimweg machten, dämmerte es bereits.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt; Diesmal stand Vater am Tor. Wir bekamen die erwarteten Ohrfeigen, aber hinterher wenigstens Abendbrot. Allerdings mussten wir zur Strafe draußen im Stehen essen, danach waschen und sofort ins Bett. Das machte uns aber gar nichts aus. Während die Eltern in der Küche leise miteinander plauschten, schlich Friedel hinaus. Er holte seine Frühstücksdose vom Gepäckträger und stibitzte ein Einmachglas aus dem Keller. Später beobachteten wir noch lange im Schein einer Taschenlampe träge umher schwimmende Kaulquappen in unserem neuen Aquarium.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Am Morgen dusche ich lange und ausgiebig. Das Radio dudelt irgend einen Werbespot, einziger Trost in meiner morgendlichen Einsamkeit. Helles Kinderlachen, dann verspricht eine quäkende Stimme Rundumgesundheit durch Multivitaminsaft. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; Grau und neblig ist es draußen. Es nieselt. Diesmal mit Hut, mache ich mich auf den Weg. Zuerst zum Bäcker. Zu spät. Brötchen sind aus. Dort treffe ich eine Nachbarin. Sie will zum Supermarkt. Ich begleite sie und kaufe auch ein paar Kleinigkeiten ein. Wurst, Quark und heiße, aufgebackene Brötchen aus dem Backshop. Dann gehen wir zur Reinigung und holen meine Bettwäsche ab. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; Ein Bus hält neben uns. Lärmend drängeln sich Schulkinder fast gleichzeitig heraus. Ich beobachte drei halbwüchsige Mädchen, die sich abwechselnd über die Schultern gucken und dabei kichernd auf kaum handgroße Geräte tippen. Schnarrende Melodien ertönen. Die Dinger machen ja Musik! Ein Junge gesellt sich hinzu. Kramt seinerseits ein schwarzes Plastikteil hervor und hält es in Augenhöhe vor die Mädchen. Das Ding gibt ein kurzes "Klick" von sich. Erneutes Gekicher. Nun beugen sich alle über das Gerät. DAS macht anscheinend sogar Fotos.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; Meine Nachbarin verabschiedet sich. Sie will noch im Altenheim vorbei gehen, ihre senile Schwester besuchen. Die Bettwäsche wiegt schwer. Hätte ich doch meinen Trolley mitgenommen. Nur noch um die nächste Straßenecke, dann bin ich endlich zu Hause. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;  Da! Hufgeklapper! Hell, metallen und durchdringend. Braun glänzende Pferde traben vorbei. Sie ziehen eine Hochzeitskutsche. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Es klingt wie damals. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;br /&gt;Ja, damals war alles besser. Und jetzt habe ich Appetit auf ein Glas Milch.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;(c) Elke Kemna&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6287268359182358045-4512892693691582005?l=elke-kemna.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://elke-kemna.blogspot.com/feeds/4512892693691582005/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6287268359182358045&amp;postID=4512892693691582005' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6287268359182358045/posts/default/4512892693691582005'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6287268359182358045/posts/default/4512892693691582005'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://elke-kemna.blogspot.com/2008/04/war-damals-alles-besser.html' title='War damals alles besser?'/><author><name>Elke K.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02199960348407173382</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='26' height='32' src='http://bp0.blogger.com/_1kMSa_oA2C8/R4DEpdCtlwI/AAAAAAAAAnI/fM0eHNhIJPs/S220/ElkeAvatar.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://bp2.blogger.com/_1kMSa_oA2C8/SATErY5705I/AAAAAAAACVI/MhdJhZ7PlPs/s72-c/collage3.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6287268359182358045.post-2402782338169501452</id><published>2008-04-02T14:38:00.002Z</published><updated>2008-04-16T19:29:25.248Z</updated><title type='text'>Kieselndes</title><content type='html'>&lt;div style="margin: 0px auto 10px; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://bp1.blogger.com/_1kMSa_oA2C8/R_Oag8thDrI/AAAAAAAACPk/2LHJN7d5D_U/s1600-h/Steine.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_" alt="" src="http://bp1.blogger.com/_1kMSa_oA2C8/R_Oag8thDrI/AAAAAAAACPk/2LHJN7d5D_U/s400/Steine.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;/div&gt;&lt;div style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://picasa.google.com/blogger/" target="ext"&gt;(c) Elke Kemna&lt;img src="http://photos1.blogger.com/pbp.gif" alt="Posted by Picasa" style="border: 0px none ; padding: 0px; background: transparent none repeat scroll 0% 50%; -moz-background-clip: -moz-initial; -moz-background-origin: -moz-initial; -moz-background-inline-policy: -moz-initial;" align="middle" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6287268359182358045-2402782338169501452?l=elke-kemna.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://elke-kemna.blogspot.com/feeds/2402782338169501452/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6287268359182358045&amp;postID=2402782338169501452' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6287268359182358045/posts/default/2402782338169501452'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6287268359182358045/posts/default/2402782338169501452'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://elke-kemna.blogspot.com/2008/04/blog-post_02.html' title='Kieselndes'/><author><name>Elke K.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02199960348407173382</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='26' height='32' src='http://bp0.blogger.com/_1kMSa_oA2C8/R4DEpdCtlwI/AAAAAAAAAnI/fM0eHNhIJPs/S220/ElkeAvatar.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://bp1.blogger.com/_1kMSa_oA2C8/R_Oag8thDrI/AAAAAAAACPk/2LHJN7d5D_U/s72-c/Steine.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6287268359182358045.post-611197655830433476</id><published>2008-04-02T14:36:00.001Z</published><updated>2008-04-16T19:29:25.248Z</updated><title type='text'>Sehnsucht nach Wärme</title><content type='html'>&lt;div style="margin: 0px auto 10px; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://bp0.blogger.com/_1kMSa_oA2C8/R_OaGsthDqI/AAAAAAAACPY/SBMvzjQnpII/s1600-h/DSCN3563.JPG"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_" alt="" src="http://bp0.blogger.com/_1kMSa_oA2C8/R_OaGsthDqI/AAAAAAAACPY/SBMvzjQnpII/s400/DSCN3563.JPG" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;/div&gt;&lt;div style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://picasa.google.com/blogger/" target="ext"&gt;(c) Elke Kemna&lt;img src="http://photos1.blogger.com/pbp.gif" alt="Posted by Picasa" style="border: 0px none ; padding: 0px; background: transparent none repeat scroll 0% 50%; -moz-background-clip: -moz-initial; -moz-background-origin: -moz-initial; -moz-background-inline-policy: -moz-initial;" align="middle" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6287268359182358045-611197655830433476?l=elke-kemna.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://elke-kemna.blogspot.com/feeds/611197655830433476/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6287268359182358045&amp;postID=611197655830433476' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6287268359182358045/posts/default/611197655830433476'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6287268359182358045/posts/default/611197655830433476'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://elke-kemna.blogspot.com/2008/04/blog-post.html' title='Sehnsucht nach Wärme'/><author><name>Elke K.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02199960348407173382</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='26' height='32' src='http://bp0.blogger.com/_1kMSa_oA2C8/R4DEpdCtlwI/AAAAAAAAAnI/fM0eHNhIJPs/S220/ElkeAvatar.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://bp0.blogger.com/_1kMSa_oA2C8/R_OaGsthDqI/AAAAAAAACPY/SBMvzjQnpII/s72-c/DSCN3563.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6287268359182358045.post-4348898251924600246</id><published>2008-03-28T17:19:00.010Z</published><updated>2008-04-16T19:29:41.454Z</updated><title type='text'>An-Archos</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp0.blogger.com/_1kMSa_oA2C8/R-0o3MthDcI/AAAAAAAACME/bAgen4_skdg/s1600-h/Blue+Flowers.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://bp0.blogger.com/_1kMSa_oA2C8/R-0o3MthDcI/AAAAAAAACME/bAgen4_skdg/s320/Blue+Flowers.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5182843674943360450" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;img src="file:///C:/DOKUME%7E1/Internet/LOKALE%7E1/Temp/moz-screenshot.jpg" alt="" /&gt;&lt;img src="file:///C:/DOKUME%7E1/Internet/LOKALE%7E1/Temp/moz-screenshot-1.jpg" alt="" /&gt;&lt;img src="file:///C:/DOKUME%7E1/Internet/LOKALE%7E1/Temp/moz-screenshot-2.jpg" alt="" /&gt;&lt;img src="file:///C:/DOKUME%7E1/Internet/LOKALE%7E1/Temp/moz-screenshot-3.jpg" alt="" /&gt;&lt;img src="file:///C:/DOKUME%7E1/Internet/LOKALE%7E1/Temp/moz-screenshot-4.jpg" alt="" /&gt;&lt;img src="file:///C:/DOKUME%7E1/Internet/LOKALE%7E1/Temp/moz-screenshot-5.jpg" alt="" /&gt;&lt;img src="file:///C:/DOKUME%7E1/Internet/LOKALE%7E1/Temp/moz-screenshot-6.jpg" alt="" /&gt;&lt;img src="file:///C:/DOKUME%7E1/Internet/LOKALE%7E1/Temp/moz-screenshot-7.jpg" alt="" /&gt;&lt;img src="file:///C:/DOKUME%7E1/Internet/LOKALE%7E1/Temp/moz-screenshot-8.jpg" alt="" /&gt;&lt;img src="file:///C:/DOKUME%7E1/Internet/LOKALE%7E1/Temp/moz-screenshot-9.jpg" alt="" /&gt;&lt;img src="file:///C:/DOKUME%7E1/Internet/LOKALE%7E1/Temp/moz-screenshot-10.jpg" alt="" /&gt;&lt;img src="file:///C:/DOKUME%7E1/Internet/LOKALE%7E1/Temp/moz-screenshot-11.jpg" alt="" /&gt;&lt;img src="file:///C:/DOKUME%7E1/Internet/LOKALE%7E1/Temp/moz-screenshot-12.jpg" alt="" /&gt;&lt;img src="file:///C:/DOKUME%7E1/Internet/LOKALE%7E1/Temp/moz-screenshot-13.jpg" alt="" /&gt;&lt;img src="file:///C:/DOKUME%7E1/Internet/LOKALE%7E1/Temp/moz-screenshot-14.jpg" alt="" /&gt;&lt;img src="file:///C:/DOKUME%7E1/Internet/LOKALE%7E1/Temp/moz-screenshot-15.jpg" alt="" /&gt;&lt;img src="file:///C:/DOKUME%7E1/Internet/LOKALE%7E1/Temp/moz-screenshot-16.jpg" alt="" /&gt;&lt;img src="file:///C:/DOKUME%7E1/Internet/LOKALE%7E1/Temp/moz-screenshot-17.jpg" alt="" /&gt;&lt;img src="file:///C:/DOKUME%7E1/Internet/LOKALE%7E1/Temp/moz-screenshot-18.jpg" alt="" /&gt;&lt;img src="file:///C:/DOKUME%7E1/Internet/LOKALE%7E1/Temp/moz-screenshot-19.jpg" alt="" /&gt;&lt;img src="file:///C:/DOKUME%7E1/Internet/LOKALE%7E1/Temp/moz-screenshot-20.jpg" alt="" /&gt;&lt;img src="file:///C:/DOKUME%7E1/Internet/LOKALE%7E1/Temp/moz-screenshot-21.jpg" alt="" /&gt;&lt;img src="file:///C:/DOKUME%7E1/Internet/LOKALE%7E1/Temp/moz-screenshot-22.jpg" alt="" /&gt;&lt;img src="file:///C:/DOKUME%7E1/Internet/LOKALE%7E1/Temp/moz-screenshot-23.jpg" alt="" /&gt;&lt;img src="file:///C:/DOKUME%7E1/Internet/LOKALE%7E1/Temp/moz-screenshot-24.jpg" alt="" /&gt;&lt;img src="file:///C:/DOKUME%7E1/Internet/LOKALE%7E1/Temp/moz-screenshot-25.jpg" alt="" /&gt;&lt;img src="file:///C:/DOKUME%7E1/Internet/LOKALE%7E1/Temp/moz-screenshot-26.jpg" alt="" /&gt;&lt;img src="file:///C:/DOKUME%7E1/Internet/LOKALE%7E1/Temp/moz-screenshot-27.jpg" alt="" /&gt;&lt;img src="file:///C:/DOKUME%7E1/Internet/LOKALE%7E1/Temp/moz-screenshot-28.jpg" alt="" /&gt;&lt;img src="file:///C:/DOKUME%7E1/Internet/LOKALE%7E1/Temp/moz-screenshot-29.jpg" alt="" /&gt;&lt;img src="file:///C:/DOKUME%7E1/Internet/LOKALE%7E1/Temp/moz-screenshot-30.jpg" alt="" /&gt;&lt;img src="file:///C:/DOKUME%7E1/Internet/LOKALE%7E1/Temp/moz-screenshot-31.jpg" alt="" /&gt;&lt;img src="file:///C:/DOKUME%7E1/Internet/LOKALE%7E1/Temp/moz-screenshot-32.jpg" alt="" /&gt;&lt;img src="file:///C:/DOKUME%7E1/Internet/LOKALE%7E1/Temp/moz-screenshot-33.jpg" alt="" /&gt;&lt;img src="file:///C:/DOKUME%7E1/Internet/LOKALE%7E1/Temp/moz-screenshot-34.jpg" alt="" /&gt;&lt;br /&gt;Menschen über dreißig getraut?&lt;br /&gt;Haben wir nicht. Nein. Nie.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Langen Marsch in Hannover den "Scherben" gelauscht, die Fäuste gehoben,  zu Jane's Daytime geträumt.&lt;br /&gt;Draufgehauen. Mitgehauen. Abgehauen.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(51, 51, 255);"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Macht kaputt was euch kaputt macht.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Schlafsäcke gepackt; Locken gedreht - ab nach Katmandu, nach Afganisthan oder nach Torremolinos.&lt;br /&gt;Wir haben sie lachend zurückgelassen, die Alten mit ihren turtelnden Weibchen.&lt;br /&gt;Haben uns noch nicht mal umgeguckt.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold; font-style: italic; color: rgb(51, 51, 255);"&gt;Komm, schlaf bei mir.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Damals trugen sie Nylonhemden und ihre Frauen rosa Schleifchen in dauergewelltem Haar, tanzten zu James Last und tranken Erdbeerbowle.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold; font-style: italic; color: rgb(51, 51, 255);"&gt;Bauhaussong&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Wir fühlten uns frei, liefen barfuß über scherbenlosen Asphalt, verlachten silberhell die vielen Jahre, die auf uns warteten und ließen bunte Träume kreisen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und die Zeit verging.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie pflegen Blumen hinter Jägerzäunen und streichen ihre Häuser gelb.&lt;br /&gt;Tragen Kariertes und Jeans, Turnschuhe und Clogs.&lt;br /&gt;Abends Armani und das kleine Schwarze.&lt;br /&gt;Statt Tüten gibt's Daniels oder Dimple. Gin ist gesellschaftsfähig.&lt;br /&gt;Ein Pfeifchen ab und an: Englischer Grobschnitt mit Wildcherry-Aroma.&lt;br /&gt;Man hatte schließlich studiert und es zu etwas gebracht.&lt;br /&gt;Ihre Kinder lehren sie streben, verbieten Denken und Protest.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold; font-style: italic; color: rgb(51, 51, 255);"&gt;Den letzten Kampf gewinnen wir.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ja. Und die Zeit vergeht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einladung auf cremefarbenm Pergament: Klassentreffen.&lt;br /&gt;Abschlussklasse 1968.&lt;br /&gt;Im feinsten Hotel. Geschmückter Saal.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold; font-style: italic; color: rgb(51, 51, 255);"&gt;Land in Sicht&lt;/span&gt;.&lt;br /&gt;Welch Freude. Endlich. Die Seelenverwandten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da sitzen sie, die Alten, haben das Erbe ihrer Väter angetreten.&lt;br /&gt;Mit netten Weibchen, teils dauergewellt, teils blond gesträhnt - mit modischen rosa Brillen.&lt;br /&gt;Einheitslook.&lt;br /&gt;Nein, wie fünfundfünfzig fühlen sie sich nicht.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold; font-style: italic; color: rgb(51, 51, 255);"&gt;Der Traum ist aus.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und ich?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;War wohl im falschen Film.&lt;br /&gt;Fahr nach Hause.&lt;br /&gt;Werde nie Geranien pflanzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;span style="font-style: italic; font-weight: bold; color: rgb(51, 204, 255);"&gt;Wenn die Nacht am Tiefsten ist der Tag am Nächsten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 255, 255);"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;&lt;br /&gt;Die Songs zum Text gibt's bei Youtube.de - Suchwort "Ton Steine Scherben"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6287268359182358045-4348898251924600246?l=elke-kemna.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://elke-kemna.blogspot.com/feeds/4348898251924600246/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6287268359182358045&amp;postID=4348898251924600246' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6287268359182358045/posts/default/4348898251924600246'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6287268359182358045/posts/default/4348898251924600246'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://elke-kemna.blogspot.com/2008/03/archos.html' title='An-Archos'/><author><name>Elke K.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02199960348407173382</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='26' height='32' src='http://bp0.blogger.com/_1kMSa_oA2C8/R4DEpdCtlwI/AAAAAAAAAnI/fM0eHNhIJPs/S220/ElkeAvatar.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://bp0.blogger.com/_1kMSa_oA2C8/R-0o3MthDcI/AAAAAAAACME/bAgen4_skdg/s72-c/Blue+Flowers.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6287268359182358045.post-7218059475635674096</id><published>2008-03-25T09:44:00.002Z</published><updated>2008-04-16T19:29:58.556Z</updated><title type='text'>Die geronnene Zeit</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp0.blogger.com/_1kMSa_oA2C8/R-jJxcthDYI/AAAAAAAACJw/dCq89a8aXrY/s1600-h/Krankenhausbett.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://bp0.blogger.com/_1kMSa_oA2C8/R-jJxcthDYI/AAAAAAAACJw/dCq89a8aXrY/s320/Krankenhausbett.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5181613222647631234" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weiß ...&lt;br /&gt;Alles weiß -&lt;br /&gt;Verschwimmt.&lt;br /&gt;Kälte?&lt;br /&gt;Nein …&lt;br /&gt;Weiß. Gefühllos weiß.&lt;br /&gt;Dunkelheit …&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weiß ...&lt;br /&gt;Ein Schneesturm -&lt;br /&gt;Verschüttet.&lt;br /&gt;Ein Schneesturm?&lt;br /&gt;Keine Kälte.&lt;br /&gt;Keine Kälte – kein Schneesturm …&lt;br /&gt;Dunkelheit …&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weiß …&lt;br /&gt;Eine eckige grelle Sonne -&lt;br /&gt;flirrend, direkt von einem weißen Himmel.&lt;br /&gt;Weiß … so verflucht weiß.&lt;br /&gt;Dunkelheit …&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weiß - Grau - Schatten …&lt;br /&gt;Das Licht bewegt sich.&lt;br /&gt;Hell - Dunkel - Hell - Dunkel …&lt;br /&gt;Keine Hände. Keine Füße. Kein Körper …&lt;br /&gt;Dunkelheit …&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zischen - Piepen -  Pochen …&lt;br /&gt;Ich kann hören … ich bin.&lt;br /&gt;Ich?&lt;br /&gt;Dunkelheit…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weiß …&lt;br /&gt;Herzschlag?&lt;br /&gt;Ich habe keinen Körper. Ich habe kein Herz …&lt;br /&gt;Ich denke … ich bin.&lt;br /&gt;Ich?&lt;br /&gt;Schatten ... Geräusche …&lt;br /&gt;Schmerz?&lt;br /&gt;Kein Schmerz. Kein Gefühl.&lt;br /&gt;Gefühl?  - Ein Wort.&lt;br /&gt;Ich denke ein Wort. Ich bin.&lt;br /&gt;Wer bin ich? Wo bin ich?&lt;br /&gt;Mein Körper …?&lt;br /&gt;Dunkelheit …&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weiß …  milchiges, cremiges Weiß.&lt;br /&gt;Die Sonne scheint wieder, reglose Fliegen auf ihrem quadratischen Planeten fixierend.&lt;br /&gt;Meine Augen rollen weg, haltlos, unbezwingbar …&lt;br /&gt;Ich kann sehen.&lt;br /&gt;Das Pochen, Zischen und Piepen ist noch da.&lt;br /&gt;Immer?&lt;br /&gt;Zu jeder Zeit?&lt;br /&gt;Zu jeder Zeit.&lt;br /&gt;Zeit -  Was ist Zeit?&lt;br /&gt;Weiß – Dunkelheit – Weiß – Dunkelheit … Ist das Zeit?&lt;br /&gt;Dunkelheit …&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gelb … helles, blendendes Gelb …&lt;br /&gt;Meine Augen bleiben starr, fixiert von diesem gegenstandslosen Gelb.&lt;br /&gt;Stimmen … leise Stimmen … viele Stimmen …&lt;br /&gt;Piepen - Zischen - Pochen …&lt;br /&gt;Dunkelheit …&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schatten … Licht … Dunkelheit … Stimmen … Geräusche …&lt;br /&gt;Licht.&lt;br /&gt;Keine Hände, keine Beine, kein Körper …&lt;br /&gt;Sehen … hören … denken …&lt;br /&gt;Wo bin ich? Wer bin ich? Wo ist mein Körper?&lt;br /&gt;Kein Gefühl …&lt;br /&gt;Grelles Licht.&lt;br /&gt;Stimmen … Worte …&lt;br /&gt;Schnelles Piepen. Lautes Pochen. Gefährliches Zischen.&lt;br /&gt;Gefahr!&lt;br /&gt;Ich hab Angst ...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Wir müssen ihn anders lagern. Sein Puls rast.“&lt;br /&gt;„Warte. Ich hol den Arzt. Der Blutdruck fällt. Scheiße. Und das zum Feierabend.“&lt;br /&gt;„Lass doch. Der merkt eh’ nix mehr.“&lt;br /&gt;„Wieso?“&lt;br /&gt;„Seit drei Wochen kriegt der jeden zweiten Tag ein EEG. Minimale Gehirnströme. Da ändert sich nichts. Der ist hin.“&lt;br /&gt;„Warum liegt er dann noch hier?“&lt;br /&gt;„Im Keller ist nichts frei.“&lt;br /&gt;„Doch!“&lt;br /&gt;„Nee. Hab gestern einen runter gefahren. Die sind total überfüllt. Da geht gar nichts mehr. Kriegste kaum die Tür auf!“&lt;br /&gt;„Stimmt nicht. Die Nutte ist tot. Heute morgen verstorben. Der Pfleger hat sie vorhin ins Kühlhaus gebracht.“&lt;br /&gt;„Ach so? Hab ich nicht mitbekommen. Echt? Die ist tot? War doch eigentlich ganz stabil.“&lt;br /&gt;„Infektion an der Magensonde. Die da unten haben geschlampt. Wohl nicht richtig desinfiziert. Oder was weiß ich. Nun ist sie hin.“&lt;br /&gt;„Dumm gelaufen. Die war eigentlich gut in Schuss. Ziemlich fitt, bis auf den zermatschten Kopf. Von ihr hätte man viele Organe nehmen können.“&lt;br /&gt;„Hilf mal! Wir drehen ihn um“&lt;br /&gt;„Bei drei. Eins! Zwei …! Drei!“&lt;br /&gt;„ Scheiße. Wie kann man nur so fett sein. Ich kann ihn kaum heben! “&lt;br /&gt;„Von nix kommt nix. Das hat er nun davon.“&lt;br /&gt;„Nee. Meinste wirklich?“&lt;br /&gt;„Klar. Hirnschlag durch Überfettung.“&lt;br /&gt;„Ich spritz ihm versuchsweise Valium. Zehn Milligramm. Schaden kann’s nicht. Vielleicht kriegt er sich wieder ein.“&lt;br /&gt;„Mach hinne! Ich will endlich rauchen gehn.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dunkelheit …&lt;br /&gt;Piepen - Zischen - Pochen …&lt;br /&gt;Weiß -  Eckiges Weiß ...&lt;br /&gt;Keine Sonne -  Eine Lampe. Eine Lampe mit Fliegenleichen, gefangen unter milchiger Glashaut.&lt;br /&gt;Ein Raum. Ein weißer Raum. Ein Fenster. Ein schwarzes Fenster.&lt;br /&gt;Draußen Dunkelheit  …&lt;br /&gt;Draußen? Drinnen?&lt;br /&gt;Wo bin ich?&lt;br /&gt;Ich höre Stimmen.&lt;br /&gt;Sie kommen näher.&lt;br /&gt;Noch näher …&lt;br /&gt;Meine Augen gehorchen mir wieder. Ich kann ihnen meinen Willen aufzwingen.&lt;br /&gt;Eine Tür geht auf. Eine weiße Tür in einem weißem Rahmen in einem weißen Raum.&lt;br /&gt;Zwei blau gekleidete Menschen. Frauen.&lt;br /&gt;Sie kommen herein. Farbe. Endlich eine andere Farbe.&lt;br /&gt;Sie reden miteinander. Eine der Beiden kratzt sich am Kopf. Ihr sorgsam zurückgesteckter blonder Zopf wackelt. Sie lacht laut. Ihre dickliche Figur sprengt fast die Knöpfe ihres Kittels. Das Schild an der Brusttasche hüpft.&lt;br /&gt;Schwarze Muster auf dem Schild. Ich kann nicht lesen. Aber ich sehe jetzt alles deutlich. Ich kann hören. Ich kann denken …&lt;br /&gt;Werden sie mir helfen?&lt;br /&gt;„Fahren wir ihn noch mal zum EEG?“&lt;br /&gt;Die andere Schwester, klein, zierlich, mit magerem mausgrauen Gesicht schüttelt den Kopf:&lt;br /&gt;„Nein, zu teuer. Warum auch? Der kommt doch sowieso in den Keller. Ich hole nachher den Berechtigungsschein. Und dann ab mit ihm.“&lt;br /&gt;Die Zwei gehen zum Fenster und schauen hinaus. Meine Augen können ihnen folgen. Ich muss mich nur konzentrieren. Wahnsinnig konzentrieren. Kein Gefühl in mir. Wo ist mein verdammter Körper? Aber ich kann jetzt meine Blicke steuern ...&lt;br /&gt;Lass es nicht wieder dunkel werden. Lieber Gott! Mach, dass es hell bleibt.&lt;br /&gt;Ich habe Angst. Grässliche Angst. Ich bin gefangen.&lt;br /&gt;Ich kann mich nicht erinnern. An nichts mehr ...&lt;br /&gt;Ich bin müde. So müde.&lt;br /&gt;Dunkelheit …&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Licht. Gelbes Licht. Gleißend. Gegenstandslos. Meine Augen füllen sich damit, leiten es weiter in meinen Kopf, in mein Gehirn.&lt;br /&gt;Alles gelb, grelles gelb … Sonst nichts.&lt;br /&gt;Stimmen - Helle Stimmen - Eine tiefe Stimme.&lt;br /&gt;Sie sprechen über mich. Sie werden mir helfen. Ich kann denken und sehen und hören. Ich lebe. Aber wer bin ich?&lt;br /&gt;„ Schwester Daniela? Warum soll der nach unten? Seine Pupillen zeigen Reaktionen. Der wird wieder. Den bekommen wir durch. Wir sollten ihn auf die Reha verlegen. Schnellstmöglich.“&lt;br /&gt;Das Gelb ist wieder weg. Nur noch Schatten … Keine richtige Dunkelheit. Verschwommene, bewegte Schatten. Sie formen sich, werden zu Menschen. Ich muss mich konzentrieren. Ich will nicht in die Dunkelheit zurück.&lt;br /&gt;Ein weiß gekleideter hochgewachsener Mann geht vor meinem Bett auf und ab. Meine Augen folgen ihm mühsam. Er steckt einen kleinen metallenen Stift mit leuchtender Spitze in seine Brusttasche.&lt;br /&gt;Eine Lampe. Aha! Das war das gelbe Licht in meinem Gehirn.&lt;br /&gt;Jetzt bleibt der Mann stehen. Ein Arzt. Ich bin in einem Krankenhaus. Aber warum? Was ist passiert? &lt;br /&gt;Er steht nun neben den beiden blau gekleideten Frauen. Jetzt kommt noch ein weiß bekittelter sehr kleiner Mann mit Halbglatze ins Zimmer.&lt;br /&gt;Habe ich noch Haare? Wie sehe ich aus? -  Ich weiß nicht. Ich erinnere mich nicht ...&lt;br /&gt;Der dicke Mann begrüßt wortlos nickend die anderen und kommt auf mich zu. Er blickt auf die rot, gelb, grün blinkenden Apparate neben mir. So schöne Farben. Warum sehe ich sie erst jetzt? Die Welt ist ja bunt. So bunt!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Piepen - Zischen - Pochen ...&lt;br /&gt;Piepen - Zischen ...&lt;br /&gt;Stille.&lt;br /&gt;Ich kann wieder richtig hören.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Bringt ihn runter. Ich habe die Genehmigung bekommen“, sagt der kleine Dicke.&lt;br /&gt;„Nein! Nicht abschalten! Er bewegt die Augen. Die Pupillen ziehen sich bei Licht zusammen. Er reagiert!“, die mausgraue Schwester schüttelt energisch den Kopf.&lt;br /&gt;„Wir therapieren ihn aus. Basta. Der wird zu teuer. Guckt euch den Klops an. Den kriegen wir nicht mehr hin. Alles verkalkt. Verfettetes Herz, kaputte Nieren, Leber im Arsch … Er kommt in den Keller. Daniela, Anne, nehmt den Leichenfahrstuhl. Es ist Besuchszeit. Da möchte ich den nicht öffentlich rumkarren lassen.“&lt;br /&gt;Der andere Arzt nähert sich noch einmal meinem Bett. Fasst auf die Decke. Drückt irgendwo in die Mitte meines Körpers. Mehrmals. Ich spüre nichts. Ich habe keinen Körper …&lt;br /&gt;„Mann, der ist vielleicht dick. So was habe ich noch nicht gesehen. Kein Wunder!“, der große schlanke Arzt blickt mir, während er spricht, direkt in die Augen.&lt;br /&gt;Ganz tief. Mitten rein. Gerade. Fast hypnotisierend.&lt;br /&gt;Er hat grüne Augen, mit kleinen braunen Pünktchen darin. Dann verschwindet er aus meinem Blickfeld.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Ärzte verlassen den Raum. Laut knallt die Tür hinter ihnen zu. Ich will rufen. Hinterher schreien. Sie aufhalten.&lt;br /&gt;Ich habe keine Stimme. Keine Sprache. Ich kann nicht reden ...&lt;br /&gt;„Stöpsel ihn ab, Anne. Vorsicht! Achte auf seine Haut am Tropfzugang. Desinfiziere den Zugang noch mal. Er wird im Keller wieder angeschlossen.“&lt;br /&gt;„Deer? Warum das denn?“ &lt;br /&gt;Die kleine dunkelhaarige Schwester guckt zu mir, dann zu ihrer Kollegin. „Wird  der  etwa noch gebraucht? Ich fass’ es nicht. Was kann man denn von dem fetten Kerl noch verwenden?“&lt;br /&gt;Die andere, von der ich jetzt weiß, dass sie Daniela heißt, kichert:&lt;br /&gt;„Na klar. Die Augen …! Die Augen kannste immer brauchen. Bei der ollen Merseburger auf der Vierzehn hatte der Laser nicht richtig funktioniert. Ihre Netzhaut löst sich wieder ab. Die OP muss dringend wiederholt werden, sowie sie einen Spender haben. Da passt das doch prima mit ihm. Er muss nur noch ein paar Tage durchhalten. Mensch, wird sich die Merseburger freun!“&lt;br /&gt;„Ich spritz ihm wieder Valium. Dann wird er schön schlaff, kann ich besser die Schläuche ziehen.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bin wieder wach ...&lt;br /&gt;Ich sehe - Ich fühle - Ich bin stumm …&lt;br /&gt;Milchig gelbe runde Kuppellampen erhellen sparsam den riesigen Raum.&lt;br /&gt;An den Wänden reflektieren blinkende Lämpchen in übereinander gestapelten Geräten. Rote, grüne, gelbe. Auf  Monitoren tanzen weiße Wellen, Zacken und Punkte. Virtuelle Sturmfluten. Vielfaches Zischen, Pochen, Klopfen und Piepen erfüllt mehrstimmig das Gewölbe. Wie ein Kanon. Jedes Geräusch kennt genau seinen Einsatz. Keiner der Apparate gerät aus dem Takt oder ändert das Tempo. Absolut rhythmisch.&lt;br /&gt;Neben jeder dieser Maschinen steht ein Bett. Menschen liegen darin. Kaum erkennbar, nur Schemen. Angeleuchtet von matt gedimmtem Licht.&lt;br /&gt;Wo bin ich?&lt;br /&gt;Eine blau oder grau gekleidete Gestalt schleicht lautlos zwischen den Maschinen hin und her. Dreht hier an einem Rädchen, drückt dort einen Knopf, kippt einen Schalter. Leises Klacken. Metallenes Klicken.&lt;br /&gt;Die Tür geht auf. Gleißendes Licht beleuchtet grausam die unbeweglichen, verhüllten Leiber.&lt;br /&gt;Eine im Gegenlicht schwarz erscheinende Gestalt nähert sich meinem Bett. Winkt den Kittelmenschen heran. Dann stehen sie beide an meinem Fußende. Der gerade hereingekommene, nun von den Deckenlampen angeleuchtete Mann bekommt eine Kontur, ein Gesicht. Es ist der hochgewachsene Arzt von gestern.&lt;br /&gt;Gestern …?&lt;br /&gt;Ich weiß nicht - war es gestern?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er zeigt auf mich, gibt dem Graukittel einen Zettel. Dann geht er zu einem Schrank und zieht eine Spritze auf. Er gibt sie dem Pfleger.&lt;br /&gt;„Der ist jetzt dran. Bereiten Sie ihn vor und fahren ihn gleich hoch. Um Elf ist die Netzhaut-OP auf der Vierzehn. Nicht vergessen, Eisbeutel auf seine Augen legen.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Nein! Mein Gott, nein! Hilf mir! Gib mir eine Stimme!&lt;br /&gt;Lass mich schreien …“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;© Elke Kemna&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6287268359182358045-7218059475635674096?l=elke-kemna.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://elke-kemna.blogspot.com/feeds/7218059475635674096/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6287268359182358045&amp;postID=7218059475635674096' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6287268359182358045/posts/default/7218059475635674096'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6287268359182358045/posts/default/7218059475635674096'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://elke-kemna.blogspot.com/2008/03/die-geronnene-zeit.html' title='Die geronnene Zeit'/><author><name>Elke K.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02199960348407173382</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='26' height='32' src='http://bp0.blogger.com/_1kMSa_oA2C8/R4DEpdCtlwI/AAAAAAAAAnI/fM0eHNhIJPs/S220/ElkeAvatar.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://bp0.blogger.com/_1kMSa_oA2C8/R-jJxcthDYI/AAAAAAAACJw/dCq89a8aXrY/s72-c/Krankenhausbett.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6287268359182358045.post-1094405601788359158</id><published>2008-03-05T10:30:00.004Z</published><updated>2008-04-16T19:30:15.572Z</updated><title type='text'>Das World Wide Web, oder warum ich lernte, Foren zu lieben!</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp0.blogger.com/_1kMSa_oA2C8/R853pXLDmcI/AAAAAAAAB-c/68m47EHY1CE/s1600-h/R%C3%BCckzug.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://bp0.blogger.com/_1kMSa_oA2C8/R853pXLDmcI/AAAAAAAAB-c/68m47EHY1CE/s320/R%C3%BCckzug.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5174204574374009282" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="color: rgb(51, 204, 0);font-size:130%;" &gt;&lt;span style="font-family: verdana;"&gt;Die bösen Kinder&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Foren sind ein wichtiger Bestandteil des virtuellen Lebens im Internet geworden. Was wären wir ohne die zeitaufwändigen morgendlichen Reisen durch verschiedenste Foren, in denen wir registriert, begrüßt oder wieder verabschiedet werden!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie bieten uns Schutz und Entschuldigung vor unerledigter misslicher Arbeit. Sie verhindern Gott sei Dank, dass wir uns der kreativen Leere unseres Gehirns bewusst werden, falls uns eine dieser berühmt berüchtigten Schreibblockaden lähmt. Besser gesagt, wir bemerken dieses Vakuum erst gar nicht. Irgendein "wichtiger" Thread eines Forums, auf den wir antworten und den wir im Laufe des Tages zielstrebig verfolgen, schützt uns bestimmt davor.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und überhaupt! Foren sind für die psychische und physische Gesundheit einer erheblichen Anzahl von Mitmenschen unerlässlich. Mein Gott, früher, vor den Zeiten des fast unendlichen, aber dank Google und anderer Suchmaschinen durchdringbar gewordenen Internets, stand es schlimm um einige von uns. All die kranken, aggressiven, gefrusteten Leute mussten sich reale Opfer suchen, die sie schlagen konnten, treten, bösartig verletzen und quälen, um letztendlich ihr eigenes Selbst(un)wertgefühl zu bestätigen.&lt;br /&gt;Krankenakten und Patientenkarteien könnten lange Geschichten von Schwerverletzten erzählen. Schlimme Geschichten! Nun ja, das Arztgeheimnis schützt uns vor Kenntnisnahme solcher Moritaten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Beispiel: Heute tippt, nennen wir ihn Herr X, wenn ihm der Ärger mit Herrn Y aus der Wohnung über ihm, zu Kopf steigt, bei besagten Suchmaschinen einen Begriff ein, z. B. „Autoren-Forum". Schon wird er fündig. Er hat nun eine treffliche Auswahl zwischen rein lyrischen oder gemischten Foren. Wehe der Plattform, die keine kompetenten Wächter vor ihrer Türen Obacht geben lässt; Aufpasser, welche zielstrebig durch andere Foren wandern, Mitglieder wie Herrn X  entlarven, um dann die IP-Türen des eigenen Forums fest zu verschließen:&lt;br /&gt;Herr X würde sich hereinschleichen. So, wie er sich schon in viele Foren geschlichen hat, um dann sein gnadenloses Werk zu beginnen.&lt;br /&gt;Eine nette Vorstellung seinerseits, ein paar nichtssagende  freundliche Postings und Herr X, nun von allen geachtet und angenommen, kann sein ruchvolles Tun beginnen: Fräulein D, die mit den unrhythmischen Gedichten - Herr T mit seinen Erzählungen ohne Spannungsbogen und logischem Aufbau -  ja, die wird er sich vornehmen. Hach! Die wird er nun in Grund und Boden versinken lassen, denen wird er zeigen, wie Versmaß, Satzaufbau und Plot misslungen sind. Diese dummen, dummen von sich eingenommenen Schreiberlinge, die glauben gut zu sein! Nun wird er ihnen mal ordentlich seine Meinung und seine Erfahrung zum Besten geben!&lt;br /&gt;Innerhalb ein paar Stunden ist sein Werk vollendet. Schnell noch ein paar Beschimpfungen hinterlassend, begibt er sich auf die virtuelle Reise zu einem neu gegründeten Prosa-Forum; eines unter vielen mit schlafenden Wächtern. Denn Herr B unter ihm hört gerade wieder viel zu laut Musik! Und bei dem kann man sich nicht beschweren – der ist stärker und meist vormittags schon angetrunken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Noch eine wichtige Daseinsberechtigung haben Foren ansich: Die zu allem klatschenden, früher anonyme Briefe verfassenden, sich immer der Meinung der Mehrheit anschließenden Mitglieder - nennen wir sie schlicht "Mitläufer", haben nun die Möglichkeit, sich unbeschadet an den Beschimpfungen anderer zu weiden! Sie hocken lauernd vor ihren Bildschirmen und freuen sich, lautlos hechelnd, über die Pein der Verunglimpften. Noch ein Schlückchen Wein … das nächste Posting … Heißa! Ihre Fähnchen flattern fröhlich im Wind, egal, aus welcher Richtung er weht. Eifrig hämmern sie in die Tasten und fraternisieren mit den Verspottenden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und dann sind da noch die Anderen. Die ehrlich bemühten, die arglosen, gutgläubigen, immer um Schlichtung und Wahrheit bedachten Mitglieder. Rastlos, arbeitsam und gestaltend - grundsätzlich an das Gute der Foren glaubend, die sich mit den Wächtern befreunden und Pakte schließen: Wenn sie ihre Aufgabe erfüllt sehen, ziehen sie weiter in andere Foren. Heimatlose Wanderer im Netz.&lt;br /&gt;Moment ... ich muss diese Betrachtungen abbrechen! Die bösen, bösen Kinder vor unserem Haus schießen schon wieder unablässig ihren Ball an die Garagenwand. Und ihr Papa, unser Hausmeister spielt mit!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da werde ich mich mal schnell bei dem neu gegründeten Lyrik-Forum anmelden. Und das hat überhaupt keine Wächter!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;© Elke Kemna&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6287268359182358045-1094405601788359158?l=elke-kemna.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://elke-kemna.blogspot.com/feeds/1094405601788359158/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6287268359182358045&amp;postID=1094405601788359158' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6287268359182358045/posts/default/1094405601788359158'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6287268359182358045/posts/default/1094405601788359158'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://elke-kemna.blogspot.com/2008/03/das-world-wide-web-oder-warum-ich.html' title='Das World Wide Web, oder warum ich lernte, Foren zu lieben!'/><author><name>Elke K.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02199960348407173382</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='26' height='32' src='http://bp0.blogger.com/_1kMSa_oA2C8/R4DEpdCtlwI/AAAAAAAAAnI/fM0eHNhIJPs/S220/ElkeAvatar.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://bp0.blogger.com/_1kMSa_oA2C8/R853pXLDmcI/AAAAAAAAB-c/68m47EHY1CE/s72-c/R%C3%BCckzug.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6287268359182358045.post-118028331326780164</id><published>2008-01-04T10:48:00.000Z</published><updated>2008-04-16T19:30:24.980Z</updated><title type='text'>Abschied</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp1.blogger.com/_1kMSa_oA2C8/R34PYNCtlqI/AAAAAAAAAj8/IeinAyxl_u0/s1600-h/Kopie+von+Margarethesw+Abschied.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://bp1.blogger.com/_1kMSa_oA2C8/R34PYNCtlqI/AAAAAAAAAj8/IeinAyxl_u0/s320/Kopie+von+Margarethesw+Abschied.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5151571932250740386" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;color:black;"  &gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 255, 255);"&gt;Schneeflocken wehten dicht wie ein vorsichtig geschwungenes Seidentuch in sanften Wellen an der Loggia im 5. Stock eines Hochhauses vorbei. Es dämmerte. Im Zwielicht der Straßenlaternen und des bleigrauen Himmels fuhren Autos mit surrend durchdrehenden Reifen an einer grün umschaltenden Ampel an.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 255, 255);"&gt;   &lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 255, 255);"&gt;Margarethe schaute auf das Stieben der Flocken hinaus und hinunter auf die Grünanlage, die sie vor langer Zeit als Gärtnerin gepflegt hatte.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 255, 255);"&gt;   &lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 255, 255);"&gt;Vorbei – seit Jahrzehnten.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 255, 255);"&gt;   &lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 255, 255);"&gt;Sie schaute hinüber zur alten Mühle, die noch immer ihre erstarrten, morsch-kranken Flügel in das Schneetreiben streckte. Täglich war sie dort mit ihrem Mann und dem Hund spazieren gegangen, auf endlosen Wegen weit in die Felder hinein.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 255, 255);"&gt;   &lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 255, 255);"&gt;Vorbei – seit Jahrzehnten.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 255, 255);"&gt;   &lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 255, 255);"&gt;Ihr Mann war verstorben, ihr Hund schon lange im ehemaligen Schrebergarten begraben.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 255, 255);"&gt;Die alte, sehr zierliche Frau auf dem Balkon seufzte, reckte ihr Gesicht dem Schneegrieseln entgegen und streckte die Zunge heraus, um wie ein kleines Kind ein paar von den Flocken darauf schmelzen zu lassen. Resolut schüttelte sie mit greisen, Gicht verkrümmten Händen ein paar Tropfen aus ihrem grau gesträhnten Pony und blickte fröhlich gestimmt hinunter auf das Treiben der hastig nach Hause eilenden Menschen. Die hatten schnell noch die letzten verkaufsoffenen Stunden vor dem Heiligen Abend genutzt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 255, 255);"&gt;   &lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 255, 255);"&gt;Margarethe ging wieder hinein, durch das ausgekühlte Wohnzimmer, den Flur entlang, in die Küche. Durch die weit geöffneten Balkontür zog ein kalter Hauch aus Schnee und Feuchtigkeit.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 255, 255);"&gt;   &lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 255, 255);"&gt;Das funkgesteuerte Thermometer zeigte eine Außentemperatur von acht Grad unter Null.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 255, 255);"&gt;   &lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 255, 255);"&gt;„Genau richtig“, murmelte sie, „so habe ich mir den heutigen Tag gewünscht.“&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 255, 255);"&gt;   &lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 255, 255);"&gt;Sie schob ein verschlissenes Rattantablett auf den Esstisch und begann es zu bestücken: Lieblingsfotos ihrer beiden Kinder - die längst erwachsen mit eigenen Familien im Umland wohnten - und ein Bild ihres Mannes, auf dem er zusammen mit dem Hund auf einem Herbstspaziergang zu sehen war. Aus ihrem mit Erinnerungsstücken, gebrauchtem Geschenkpapier, Einkaufstüten und nie gelesenen Büchern voll gestopften Flurschrank kramte sie eine Flasche guten Jahrgangsrotwein hervor und stellte sie zusammen mit einem schweren Überfangrömer dazu.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 255, 255);"&gt;Unsicher tapsend, mit kleinen, trippelnden Schritten, ging sie ins Bad. Dort hing auf einem Bügel an einem Handtuchhalter die von ihr liebevoll für diesen glücklichen Tag ausgesuchte Kleidung. Sie zog sich bedächtig aus, duschte sehr &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 255, 255);font-family:Arial;" &gt;warm und massierte ihre alte, faltenwelke Haut mit wunderbar nach Arnika duftendem Öl. Danach schlüpfte sie in ein bunt geblümtes Sommerkleid, drehte die langen, grauen Haare zu einem Zopf und steckte ihn mit einer Perlmuttspange sorgsam am Hinterkopf fest. Nun noch die Augenbrauen etwas zittrig nachgezogen, ein wenig zartroten Lippenstift - fertig. Prüfend schaute sie in den Flurspiegel, drehte sich und blickte über ihre Schulter. Es gefiel ihr, was sie dort sah. Das Kleid, in dem sie ihren Mann vor fast sechzig Jahren das erste Mal begegnet war, passte immer noch. Etwas zu weit um die Hüften, nicht mehr der Mode entsprechend, viel zu kurz, aber sie liebte es immer noch.&lt;br /&gt;&lt;span style=""&gt;   &lt;/span&gt;Draußen begannen die Glocken zum ersten Nachmittags-Weihnachtsgottesdienst zu läuten. Margarethe ging zurück in die Küche und schaute zum Fenster hinaus auf die weiß überpuderten Dächer. Leise summte sie vor sich hin. Freudig kreischende Kinder tollten unten durch den frisch gefallenen Schnee der Kirche zu. Erwachsene schritten langsam hinterher. Es hatte aufgehört zu stöbern, sanft schwebten ein paar letzte, große Flocken zu Boden. Wie sehr hatten sich ihre eigenen Kinder damals immer über den ersten Schnee gefreut ...&lt;br /&gt;&lt;span style=""&gt;   &lt;/span&gt;Die kleine Frau sammelte die auf der Fensterbank gehorteten Schlaf- und Beruhigungstabletten zusammen und steckte die Blisterpackungen in eine Tasche des Kleides. Sinnend schritt sie durch die einzelnen Zimmer. Sie sah sich gründlich um.&lt;br /&gt;&lt;span style=""&gt;   &lt;/span&gt;„Die Pflanzen sind versorgt“, dachte sie. „Meine Wäsche ist gewaschen, die Betten gemacht und den Müll habe ich auch hinunter getragen“, überlegte sie weiter. „Meine Wohnung ist bestellt. &lt;span style=""&gt; &lt;/span&gt;Oder habe ich etwas vergessen?“&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 12pt; color: rgb(255, 255, 255);"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;span style=""&gt;   &lt;/span&gt;Lange Zeit verharrte sie im Wohnzimmer vor ihrer zerkratzten Kommode, schaute sich die alten, vergilbten Fotos an und betrachtete wehmütig die aufgereihten Paare Erstlingsschuhe ihrer Kinder. Ein letztes Mal pustete sie Staubflusen von der Holzplatte.&lt;br /&gt;&lt;span style=""&gt;   &lt;/span&gt;Margarethe schaltete die Stereoanlage an. Sie legte ihre Lieblings-CD „Ein Sommernachtstraum“ von Mendelssohn-Bartholdy ein und spannte den Funkkopfhörer etwas ungeschickt über die noch feuchten, frisch frisierten Haare. Dann tappte sie, das Tablett einigermaßen sicher ausbalancierend, auf den Balkon. Dort setzte sie es auf dem mit Tannengrün geschmückten Tisch ab.&lt;br /&gt;&lt;span style=""&gt;   &lt;/span&gt;Das erste Glas Wein trank sie stehend Schlückchen um Schlückchen im Wechsel mit einigen Beruhigungstabletten. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 12pt; color: rgb(255, 255, 255);"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;span style=""&gt; &lt;/span&gt;Es war nun völlig dunkel. Friedliche Stille legte sich über die Stadt. Nur hier und da drang ein Motorengeräusch leise und gedämpft durch den festgefahrenen Schnee. Margarethe steckte die elektrische Lichterkette ein. Bunte Mini-Sterne leuchteten nun die kleine, mit Waschbeton verkleidete Loggia aus. Feierlich reflektierte das weiß überpuderte Tannengrün die funkelnden Strahlen.&lt;br /&gt;&lt;span style=""&gt;   &lt;/span&gt;Den Zehnerriegel Schlaftabletten nahm sie mit einem weiteren Glas Wein. Vorsichtig, schon etwas benebelt und kraftlos, setzte sich die alte Dame auf einen der Frost kalten Teakholzstühle. Das Foto ihres verstorbenen Mannes entglitt ihren steifen Fingern. Egal …&lt;br /&gt;&lt;span style=""&gt;   &lt;/span&gt;Die Erinnerungen an Mann und Kinder bewahrte sie tief in ihrer Seele. Wozu noch Bilder betrachten? Mit verschwimmendem Blick schaute auf sie auf die Ziffern der Armbanduhr.&lt;br /&gt;&lt;span style=""&gt;   &lt;/span&gt;„Nicht mehr viel Zeit, nicht mehr viel Zeit, mein Lieber. Du wartest doch schon! Bald … Gleich … “, murmelte Margarethe.&lt;br /&gt;&lt;span style=""&gt;   &lt;/span&gt;Bevor sie den letzten Rest aus dem Glas leerte, zog sie die dicken Wollsocken aus und legte die bloßen Füße auf den seit langer Zeit ungenutzten zweiten Balkonstuhl. Mit einem tiefen Schluck direkt aus der Weinflasche spülte sie einige Tabletten gegen Seekrankheit herunter. Sie würden bei aufkommender Übelkeit helfen und ihr die Reise ins Jenseits erleichtern. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 12pt; color: rgb(255, 255, 255);"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;Margarethe hatte an alles gedacht. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 12pt; color: rgb(255, 255, 255);"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;Wärmender Alkohol breitete sich wohltuend in ihrem Magen aus, umhüllte sie, erreichte ihre Gedanken. Sanft entrückt und entspannt lächelte die alte Frau dem aufgehenden Mond &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;zu. Es würde bald Neumond sein.&lt;br /&gt;&lt;span style=""&gt;   &lt;/span&gt;Verzückt hörte sie den letzten Tonfolgen der Musik zu, schloss lächelnd die Augen, faltete ihre kleinen, dürren Händchen über dem luftigen Baumwollkleid und schlief traumlos hinüber in die Sternen klare, frostige Nacht.&lt;br /&gt;&lt;span style=""&gt;   &lt;/span&gt;Die bunten Lämpchen schaukelten sanft im Wind und in der Ferne heulte noch lange ein einsamer Hund.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 12pt; color: rgb(255, 255, 255);"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 12pt;"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;color:black;"  &gt;&lt;span style="color: rgb(255, 255, 255);"&gt;© Elke Kemna&lt;/span&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6287268359182358045-118028331326780164?l=elke-kemna.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://elke-kemna.blogspot.com/feeds/118028331326780164/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6287268359182358045&amp;postID=118028331326780164' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6287268359182358045/posts/default/118028331326780164'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6287268359182358045/posts/default/118028331326780164'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://elke-kemna.blogspot.com/2008/01/abschied.html' title='Abschied'/><author><name>Elke K.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02199960348407173382</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='26' height='32' src='http://bp0.blogger.com/_1kMSa_oA2C8/R4DEpdCtlwI/AAAAAAAAAnI/fM0eHNhIJPs/S220/ElkeAvatar.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://bp1.blogger.com/_1kMSa_oA2C8/R34PYNCtlqI/AAAAAAAAAj8/IeinAyxl_u0/s72-c/Kopie+von+Margarethesw+Abschied.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6287268359182358045.post-6766256130254936683</id><published>2008-01-03T17:10:00.000Z</published><updated>2008-04-16T19:30:24.981Z</updated><title type='text'>Hannahs Forum</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp1.blogger.com/_1kMSa_oA2C8/R30YEdCtlpI/AAAAAAAAAj0/e620dwCsb3Y/s1600-h/DSCN3845.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 341px; height: 240px;" src="http://bp1.blogger.com/_1kMSa_oA2C8/R30YEdCtlpI/AAAAAAAAAj0/e620dwCsb3Y/s320/DSCN3845.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5151300013576263314" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;      &lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%;"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:11;"  lang="EN-GB" &gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="line-height: 150%;font-family:Arial;font-size:100%;"  &gt;Gluggernd, mit einem saugenden Geräusch verschwanden die letzten Reste des rosmarinparfümierten Wassers im Badewannenabfluss. Kleine Schaumbläschen zerplatzten durch den Druck. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;        &lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%;"&gt;&lt;span style="line-height: 150%;font-family:Arial;font-size:100%;"  &gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;Hannah hatte es eilig. Kaum nahm sie sich Zeit, die vom Überwärmungsbad schwitznassen  eisgrauen Haare mit einem verblichenen Frotteetuch zu umwickeln und den längst zu knapp gewordenen Bademantel über ihrem fülligen alten Körper zusammenzuraffen. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:100%;"  &gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="line-height: 150%;font-family:Arial;font-size:100%;"  &gt;Sie schlurfte mit den vom Baden verschrumpelten Füßen über abgewetztes Parkett über den Flur ins Wohnzimmer. Endlich fühlte sie sich erfrischt, der Kopf war wieder frei, zäher Schnupfen und kaum auszuhaltender Druck im Schläfenbereich hatten sich gemildert. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;        &lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%;"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:100%;"  &gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="line-height: 150%;font-family:Arial;font-size:100%;"  &gt;Die tief stehende Novembersonne blendete grell durch undurchsichtig verschmutzte Fensterscheiben auf ein graues, zerschlissenes Sofa, zwei alte Kiefernstühle mit abgewetzten Polstern und einen wunderschönen handgearbeiteten Teakholz-Tisch mit verstaubter Glasplatte. Er war mit Büchern, Zeitungen, Prospekten und handgeschriebenen Zetteln beladen. &lt;o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;span style=""&gt;Nur eine &lt;/span&gt;rotbraun gebeizte Wurzelholz-Vitrine stach aus dem angeschmuddelten Chaos heraus. Wunderschöne weinrote Überfangrömer, kleine Likörgläschen und mundgeblasene zarte Sektkelche funkelten im Sonnenlicht - &lt;span style=""&gt; &lt;/span&gt;übersichtlich angeordnet und liebevoll geputzt.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;      &lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%;"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:100%;"  &gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="line-height: 150%;font-family:Arial;font-size:100%;"  &gt;Gegenüber, an der Stirnseite des Raumes gab es noch eine Besonderheit: Hannahs Schreibtisch, ein kleines Sperrholzmöbel mit einem dreh- und rollbaren Bürostuhl, wärmend mit verfilztem Schaffell überzogen. Kein Stäubchen, kein Stift, weder Zettel noch sonstige Utensilien, die sich normalerweise auf Schreibtischen befinden, war zu sehen. Nur ein Notebook. Aufgeklappt wechselte der Bildschirm bunte Motive vor sich hin. Das Gerät war Hannahs Lebenselixier, ihre Daseinsberechtigung, Kummerkasten und Freund:&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt; Immer im Einsatz, immer online. Auch des Nachts eingeschaltet, damit sie das heiß ersehnte „Sie haben Post“ aus Traum und Schlaf heraus verfolgen konnte.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;        &lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%;"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:100%;"  &gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="line-height: 150%;font-family:Arial;font-size:100%;"  &gt;Die alte Frau wuchtete ihren schweren Körper auf den durchgesessenen Drehstuhl und tippte auf das Touchpad. Der Bildschirmschoner wechselte zu einer, mit vielen Menüs bedeckten gelben Darstellung: Hannahs Forum! Dort war sie seit nunmehr drei Jahren ein fast immer präsentes Mitglied. Durch Zufall auf die Seite geraten, hatte sie sich als eine der Ersten dort angemeldet und registrieren lassen. &lt;span style=""&gt; &lt;/span&gt;Gründer und auch Administrator des Forums war eine andere alte, ihr unbekannte Frau. Mit den Jahren war das „Lebens-Forum“ auf nahezu &lt;span style=""&gt; &lt;/span&gt;fünfzig &lt;span style=""&gt; &lt;/span&gt;Mitglieder angewachsen. Die Gemeinschaft wuchs zusammen. Man tauschte sich aus, hatte Ratschläge und Tipps füreinander, schrieb sich gegenseitig wichtige Passagen aus interessanten Büchern, schob Zitate bedeutender Menschen ein, beantworte Lebens- und Glaubensfragen und tröstete sich gegenseitig bei Schicksalsschlägen ... &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:100%;"  &gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="line-height: 150%;font-family:Arial;font-size:100%;"  &gt;Hannahs frühere Einsamkeit, ohne Freunde und Verwandte, die längst verstorben oder in Altersheimen vor sich hin vegetierten, war endlich vorbei; rotweinschwere öde Weihnachtsfeiertage, langweilige Fernsehabende und öde Spaziergänge vergessen. Das „Lebens-Forum“ war ihr neues Zuhause, Hannahs bunte virtuelle Welt!&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;    &lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%;"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:100%;"  &gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="line-height: 150%;font-family:Arial;font-size:100%;"  &gt;Die Mitglieder des Forums bauten ihre angeschlagene, vereinsamte Persönlichkeit nach und nach auf. Sie beantwortete dies mit immer selbstbewussteren Ratschlägen und Proben ihres schriftstellerischen Könnens. Mit der Zeit &lt;span style=""&gt; &lt;/span&gt;wurde sie zum Mittelpunkt der Plattform: Ihre eingestellten Gedichte wurden gelobt, jeder wollte seine Werke von ihr kommentiert und verbessert wissen und an Feiertagen hatte sie schon früh morgens Post in ihrem virtuellen Forums-Briefkasten. Täglich bekam sie Grüße und kleine aufmerksame Zeilen zugesandt. Unbekannte Menschen, meist ein bis zwei Generationen jünger als die Vierundachzigjährige, schrieben in Beiträgen, welch wichtiger Stellenwert Hannahs Engagement hatte und wie viel Hilfe sie geben konnte.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;    &lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%;"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:100%;"  &gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="line-height: 150%;font-family:Arial;font-size:100%;"  &gt;Hannahs Leben war glücklich.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;    &lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%;"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:100%;"  &gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="line-height: 150%;font-family:Arial;font-size:100%;"  &gt;Die verhassten, nur der körperlichen Fitness dienenden Ausflüge, Schaufensterbummel, Besuche im Altenzentrum zu den ewig gleichen samariterischen Kaffeetafeln, noch vor Jahren geliebte Zoobesuche &lt;span style=""&gt; &lt;/span&gt;- all das war nun nicht mehr wichtig. Hastig erledigte sie des Morgens ihre Einkäufe und nur selten konnte sie sich durchringen, Staub zu saugen, das Bad zu wischen oder aufzuräumen. Es gab jetzt „Essen auf Rädern“ und andere Fertigprodukte. Wochenlang benutzte sie dieselbe Tasse, den mit angetrockneten Essensresten bedeckte Teller. Dafür verbrachte sie nun Tag und Nacht jede freie Minute, nur durch kurze wild träumende Schlafpausen unterbrochen, mit einem alten Bademantel bekleidet vor ihrem Notebook, in „ihrem“ Forum. Nur das mittägliche heiße Bad bildete einen weiteren Fixpunkt in ihrem Leben. Danach fühlte sie sich lebendig, frisch und wach, um wieder bis tief in die Nacht hinein mit unbekannt-vertrauten Menschen zu plaudern.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;          &lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%;"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:100%;"  &gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="line-height: 150%;font-family:Arial;font-size:100%;"  &gt;So auch heute. Sie scrollte die Rubriken runter, wieder rauf. Ungläubig. Niemand hatte etwas Neues geschrieben. Keine Antwort auf ihr gestriges Thema „Winterreigen“. Hannah war entsetzt und verwundert.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;br /&gt;War ihr Online-Anschlus, ihr Draht zur Welt, gestört? &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;br /&gt;Nein! Die blinkenden bunten Reklameblocks waren ja aktiv!&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;br /&gt;Dann bemerkte sie das blinkende Briefkastensymbol. Es leuchtete rot. Post für sie! Ein Glück! Mit zitternder Hand klickte sie auf den virtuellen Briefumschlag und eine kurze, in dicken blauen Buchstaben geschriebene Mitteilung öffnete sich:&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;        &lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; color: rgb(51, 102, 255);"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;i&gt;&lt;span style="line-height: 150%;font-family:Arial;" &gt;„Liebe Frau Hannah!&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;br /&gt;Es tut mir leid, Ihnen mitteilen zu müssen, dass meine Mutter gestern Abend einem Hirnschlag erlegen ist. Heute Morgen habe ich ihren Posteingang kontrolliert, den Computer durchsucht und anhand ihrer Notizen und Passwörter nach Hinweisen auf Freunde und Bekannte durchstöbert. Dabei habe ich Folgendes entdeckt: In den letzten Jahren, seit sie nach ihrem ersten Schlaganfall an einen Rollstuhl gefesselt war, hat meine Mutter das Lebens-Forum aufgebaut. Dort hat sie sich mit unterschiedlichen Nicknamen angemeldet und im Namen mehrerer Personen gepostet. &lt;span style=""&gt; &lt;/span&gt;Wie ich feststellte, sind Sie, liebe Frau Hannah das einzige echte Mitglied, das außer meiner Mutter dort zugegen war.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; color: rgb(51, 102, 255);"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;i style=""&gt;&lt;span style="line-height: 150%;font-family:Arial;" &gt;Ich werde dieses Forum nun löschen und hoffe, dass Sie in den Weiten des Netzes neue Kontakte finden, anstatt einer aus vielen Mosaiksteinchen zusammengesetzten Person auf den Leim zu gehen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; color: rgb(51, 102, 255);"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;i style=""&gt;&lt;span style="line-height: 150%;font-family:Arial;" &gt;Mit allerbester Hochachtung!&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;i style=""&gt;&lt;span style="line-height: 150%;font-family:Arial;" &gt;&lt;span style="color: rgb(51, 102, 255);"&gt; Ihre Liselotte K.“&lt;/span&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;i style=""&gt;&lt;span style="line-height: 150%;font-family:Arial;" &gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%;"&gt;&lt;span style="line-height: 150%;font-family:Arial;font-size:100%;"  &gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%;"&gt;&lt;span style="line-height: 150%;font-family:Arial;font-size:100%;"  &gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%;"&gt;&lt;span style="line-height: 150%;font-family:Arial;font-size:100%;"  &gt;Zwielicht schluckte das Licht im Wohnzimmer. Es war später Nachmittag. Stunde um Stunde hatte Hannah blicklos vor dem Bilder wechselnden Laptop gesessen. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%;"&gt;&lt;span style="line-height: 150%;font-family:Arial;font-size:100%;"  &gt;Endlich stand sie vom Stuhl auf, klappte den Computer zu und zog den Stecker. Das lange Sitzen hatte sie ausgekühlt. Mühsam schlurfend, das Gerät unter den Arm geklemmt, ging sie über den Flur ins Bad und ließ heißes Wasser in die Wanne laufen. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%;"&gt;&lt;span style="line-height: 150%;font-family:Arial;font-size:100%;"  &gt;Sie stöpselte das Gerät an die Steckdose, schaltete es ein, und stieg mit ihm in das wohl duftende Schaummeer. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%;"&gt;&lt;span style="line-height: 150%;font-family:Arial;font-size:100%;"  &gt;Gemeinsam tauchten sie unter. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%;"&gt;&lt;span style="line-height: 150%;font-family:Arial;font-size:100%;"  &gt;Vorbei … &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:100%;"  &gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:100%;"  &gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:100%;"  &gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;        &lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; font-weight: bold;"&gt;&lt;span style="line-height: 150%;font-family:Arial;font-size:100%;"  &gt;Zeitungsnotiz vom 3. Januar 1998:&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;br /&gt;Gestern Morgen wurde unter schwierigen Umständen die Leiche der 84-jährigen Hannah P. aus dem Stadtteil Gevenbrück geborgen. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;br /&gt;Da die alte Dame trotz mehrmaliger schriftlicher Aufforderungen jeden vorgeschlagenen Termin des Heizkosten-Ablesers ignoriert hatte, öffnete schließlich der Hausmeister der GDV-Wohnanlage mit einem Nachschlüssel die Wohnungstür und machte eine grausige Entdeckung. Er fand die Leiche der alten Frau mit einem Laptop in der Badewanne. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;br /&gt;Die hinzugezogene Kriminalpolizei nimmt an, dass Hannah P. das Gerät in der Wanne aus den Händen unter Wasser rutschte und einen Stromschlag verursachte.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; font-weight: bold;"&gt;&lt;span style="line-height: 150%;font-family:Arial;font-size:100%;"  &gt;Das Ableben wird auf Mitte bis Ende November geschätzt, Fremdverschulden schließt man aus. Auch ein Freitod schien nicht beabsichtigt gewesen zu sein, da man in der Wohnung keinen Abschiedsbrief fand.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; font-weight: bold;"&gt;&lt;span style="line-height: 150%;font-family:Arial;font-size:100%;"  &gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;          &lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%;"&gt;&lt;span style="line-height: 150%;font-family:Arial;font-size:11;"  &gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;© Elke Kemna &lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;  &lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/o:p&gt;Veröffentlicht in&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;   &lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;„&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-size:85%;" &gt;Gedankenkunst&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;“&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;  &lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;-&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;  &lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Band 2 – art of mind&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;br /&gt;Verlag:&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Art of Arts, Forchcheim,&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;  &lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;ISBN 3-9810547-6-8&lt;/span&gt; &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6287268359182358045-6766256130254936683?l=elke-kemna.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://elke-kemna.blogspot.com/feeds/6766256130254936683/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6287268359182358045&amp;postID=6766256130254936683' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6287268359182358045/posts/default/6766256130254936683'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6287268359182358045/posts/default/6766256130254936683'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://elke-kemna.blogspot.com/2008/01/hannahs-forum.html' title='Hannahs Forum'/><author><name>Elke K.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02199960348407173382</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='26' height='32' src='http://bp0.blogger.com/_1kMSa_oA2C8/R4DEpdCtlwI/AAAAAAAAAnI/fM0eHNhIJPs/S220/ElkeAvatar.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://bp1.blogger.com/_1kMSa_oA2C8/R30YEdCtlpI/AAAAAAAAAj0/e620dwCsb3Y/s72-c/DSCN3845.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry></feed>
